Präzedenzfall
Nun sind die Sex-Salons in Wohnquartieren plötzlich umstritten

Sex-Studios in Wohnquartieren werden in Basel nicht mehr toleriert wie bisher. Baudirektor Hans-Peter Wessels hat in einem Präzedenzfall recht erhalten.

Andreas Maurer
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Der Schein trügt an der Dornacherstrasse 133: Das ist kein Wohnhaus.

Der Schein trügt an der Dornacherstrasse 133: Das ist kein Wohnhaus.

Martin Toengi

Bisher tolerierten die Basler Behörden Sex-Studios in Wohnhäusern, solange die Prostituierten an ihrem Arbeitsplatz auch wohnen. Unter Hans-Peter Wessels (SP) hat das Baudepartement den Kurs geändert. Neu müssen Sex-Salons eine Baubewilligung haben.

Das gilt gemäss der „Schweiz am Sonntag“ selbst für Etablissements, die jahrelang nach der alten Praxis behandelt wurden. Bisher war aber umstritten, ob dies rechtlich in Ordnung ist. Nun hat das Basler Verwaltungsgericht das Vorgehen der Behörden gestützt: Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, hat das Departement in einem Präzedenzfall Recht erhalten, in dem es von einem Liegenschaftsbesitzer, der seit 30 Jahren Sex-Salons vermietet, eine nachträgliche Bewilligung verlangte. Dass die Behörden jahrelang nicht interveniert haben, bedeutet für die Richter nicht, dass es nun zu spät sei.

Das Verwaltungsgericht ist die zweite Instanz, die den Fall beurteilt. Zuerst hiess die von der Regierung gewählte Baurekurskommission die Einsprache des Liegenschaftsbesitzers gut.

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