Stadttheater Langenthal
Neuer Zuschauerrekord fürs Langenthaler Stadttheater

Am Mittwoch hat Leiter Reto Lang das neue Programm vorgestellt und mit Freude auf die vergangene Saison zurückgeblickt: Vorstellungen und Zuschauerzahlen haben zugenommen.

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Blick auf das Langenthaler Stadttheater.

Blick auf das Langenthaler Stadttheater.

Felix Gerber

Das Stadttheater kann mit einem neuen Zuschauerrekord aufwarten. 17 137 Besucher kamen in der Saison 20011/12 zu den Aufführungen - rund 18 Prozent mehr als zuvor. Für Theater-Leiter Reto Lang zeigt dies, dass die im letzten Jahr angepackte Öffnung des Theaters erfolgreich verläuft. Zu den höheren Besucherzahlen hat auch eine grössere Zahl an Veranstaltungen geführt. 90 Aufführungen gab es, zehn mehr als in der Saison zuvor. Die Hälfte organisierte das Theater selbst. Hinzu kamen Fremdvorstellungen sowie Filmnächte und Kleinkunstanlässe des Chrämerhuus. Mit 295 Stellenprozent managt das Theater die Aufführungen.

Keine Theater-Homepage

Weiterhin erhält das Stadttheater keinen eigenen Internetauftritt - auch wenn es damit wohl die einzige Institution seiner Grösse ohne Homepage ist. Der Gemeinderat hat das Geschäft sistiert. Seine Begründung sei , dass die Umsetzung der Homepage zeitlich nahe an den Sanierungsbeginn des Theaters gefallen wäre, erklärte Marianne Hauser Haupt, Kulturbeauftragte der Stadt. Die Sanierung ist für Frühling 2014 vorgesehen - sodass die Spielzeit 2013/14 noch beendet werden kann. Für Stadttheater-Besucher heisst das, dass sie weder diese noch nächste Saison online Sitzplätze
reservieren oder das detaillierte Programm anschauen können. «Bitter» entfuhr es Hauser. (lfh)

Von Schiller bis Birgit Steinegger

Das Musical «My Fair Lady» eröffnet am 13. Oktober die neue Saison. Bis zum 4. Mai gibt es Produktionen aus allen Sparten: Etwa «Turandot» oder den «Freischütz» für Opernliebhaber, die «Fledermaus» von Johann Straus für Operetten-Fans und etwa den Klassiker «Don Carlos» beim Sprechtheater. Leichtere Kost gibt es mit Birgit Steinegger und Walter Andreas Müllers «Zweierleier». Knackeboul oder das Bayerische Staatsballett sind nur zwei weitere bekannte Namen.

Fürs Kleintheater ist das Chrämerhuus besorgt. Es zeigt etwa Ursus und Nadeschkin mit ihrem neuen Programm oder den Zauberkünstler Alex Porter mit einem «Best of» aus 30 Jahren Bühnenpräsenz. Das Theater überLand wird wiederum eine Uraufführung zeigen - «Der Tee der drei alten Damen», ein Genfer Krimi nach Friedrich Glauser.

Für Kinder gibt es in der Saison 2012/13 nicht nur den «Räuber Hotzenplotz». Beim «tapfere Schniderli» spielen Kinder für Kinder. Das Stadttheater arbeitet hier mit dem Kindertheater von Klaus Stauffer zusammen. Alle Kinder, die wollen, dürfen mitmachen. «Das ist wichtig für den Nachwuchs. Kinder sind gerne im Stadttheater», sagt Stauffer. «Die Kurse sind relativ rasch voll», ergänzt Lang.