Basel
Neuer Schub für die Region

Die Internationale Bauausstellung Basel 2020 (IBA) will als Motor für grenzübergreifende Projekte in Städtebau, Landschaftsplanung, Mobilität und Kultur dienen. Ende Woche fällt der Startschuss.

Hans-Martin Jermann
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Die Internationale Bauausstellung (IBA) 2020 soll in den nächsten zehn Jahren das Zusammenwachsen der trinationalen Agglomeration Basel fördern. «Die IBA könnte dazu beitragen, dass wir uns vermehrt das Gesicht anstatt den Rücken zuwenden», veranschaulicht der Basler Baudirektor und IBA-Präsident Hans-Peter Wessels. Vorgesehen sind Projekte in den Bereichen Stadtentwicklung, Grünflächenplanung und Mobilität.

Anders als es der Name vermuten lässt, ist die IBA keine Ausstellung mit Kassenhaus und eingezäuntem Gelände, sondern ein besonderes Instrument der Stadtplanung, das in Deutschland bereits vielerorts eingesetzt wurde. Die Basler IBA, die von zwölf Körperschaften der Länder Schweiz, Frankreich und Deutschland getragen wird, ist zudem die erste, die über Landesgrenzen springt.

«Impulse geben»

Für die Projektphase stehen den IBA-Verantwortlichen bis 2013 rund 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. «Damit können wir Impulse geben, aber nicht selber Projekte realisieren», stellt IBA-Geschäftsführer Martin Jann klar. Die grosse Herausforderung wird sein, via IBA-Label neue Projekte vom Staat oder Privaten anzustossen. «Wenig sinnvoll wäre es, bloss bereits aufgegleiste Projekte zu etikettieren», bekräftigt Wessels. Er räumt zudem ein, dass noch «wenig Konkretes» vorliege. Das soll sich bis zum Ende der Projektphase ändern. «Wenn bis dann nichts Fassbares auf dem Tisch liegt, haben wir etwas falsch gemacht», sagt Wessels.

Zwischen 2013 und 2020 sollen dann die Projekte realisiert und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Für diese Phase müssen bei der Öffentlichen Hand zusätzliche Gelder beantragt werden. Im Gegensatz zu Basel-Stadt steht das Baselbiet abseits. «Die Türen stehen – zumindest bis zum Ende der Projektphase – für weitere Interessierte offen», betont Wessels und hat dabei wohl vor allem grosse Unterbaselbieter Gemeinden im Hinterkopf.