Muri
Neue Panoramatafel erklärt Bergketten

Wanderer und Biker können sich dank einer privater Initiative beim Gammerstall über die Bergwelt orientieren.

Eddy Schambron
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Vom Gammerstall in Muri hat man jetzt den Überblick über einen Grossteil der Schweizer Alpen: Eine neue Panoramatafel zeigt, was sich bei guter Sicht zwischen Säntis und Titlis alles erhebt. Es ist, auch für Berge-Kenner, erstaunlich viel.

Christine Huber-Stalder hat sich schon als Kind eine Panoramatafel gewünscht. «Mehr als die Rigi, die Mythen und den Zugerberg kannte ich damals nicht», erzählt sie. Bei der Bauerstochter wurde die Idee wieder aktuell, als sie las, dass Oberlunkhofen eine Panoramatafel einweihte. «Ich besprach mich mit meinem Mann Kurt und nahm Kontakt mit dem Grafiker Hans-Ulrich Tanner auf.»

Von den Churfirsten bis zu Nidwaldneralpen

Jetzt steht die Panoramatafel am Weg zwischen Gammerstall und Geltwil, in Sichtweite des Hauses von Christine und Kurt Huber-Stalder. Darauf verzeichnet sind alle sichtbaren Berge – von den Churfirsten über die Glarner-, Schwyzer- bis zu den Ob- und Nidwaldneralpen. Wer hat schon vom Gross Ruchen gehört? Oder vom Twariberg? Beim Gammerstall, 580 Meter über Meer, eröffnet sich die Sicht auf die Berge besonders schön, wenn sie der Föhn herausputzt.

«Wir freuen uns sehr, dass diese Panoramatafel zustande gekommen ist», sagte gestern der Murianer Gemeinderat Ueli Frey. Einwohner- und Ortsbürgergemeinde haben das Material finanziert, Christine und Kurt Huber die Arbeit und die Vorbereitungen für das Montieren der Tafel gemacht. An der Einweihung der neuen Tafel waren denn die Ortsbürger mit Ruedi Laubacher, Präsident, Hanspeter Frey und Rolf Stöckli auch stark vertreten. Gemeinderätin Milly Stöckli, die als Mädchen in Beinwil auch immer den Blick in die Berge vor sich hatte, heimelte die Sicht bei der Enthüllung der Tafel geradezu an.

Ohne Schnee

Der Grafiker Hans-Ulrich Tanner hat ganze Arbeit geleistet. Anhand der Koordinaten des Gammerstalls hat er das Panorama ausgedruckt; die grosse Arbeit lag darin, die Bergspitzen richtig zu benennen. Das Ganze ruht auf einem Chromstahlgestell des Murianer Kunstschlossers Werner Villiger. Allerdings: Schnee hat es auf den Bergspitzen des Panoramas nicht, wie es sich Milly Stöckli gewünscht hätte. Das war laut Grafiker leider nicht möglich.

Die Panoramatafel wurde bereits vor der offiziellen Enthüllung zum Publikumserfolg. «Fast alle Wanderer und zahlreiche Velofahrer stoppten an diesem Wochenende, um sich die Tafel anzusehen», freut sich Christine Huber. Sie hat den Blick frei vom Küchenfenster auf die Tafel. Nicht das ist der Grund für den jetzigen Standort der Tafel, sondern die Tatsache, dass sie so vor Vandalenakten eher geschützt ist.