Mühleberg-Abstimmung
Nein-Komitee verzichtet auf Abstimmungsbeschwerde

Das Komitee «Nein zum neuen AKW Mühleberg» fordert nach der jüngsten Debatte über das Zwischenlager für radioaktive Abfälle eine umfassende Information durch Kanton und BKW. Es verzichtet aber auf eine Abstimmungsbeschwerde.

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Blick auf das AKW Mühleberg.

Blick auf das AKW Mühleberg.

Keystone

Die Berner Bevölkerung solle rechtzeitig zum Rahmenbewilligungsgesuch eines neuen AKW in Mühleberg an der Urne Stellung nehmen können, schreibt das Komitee. Dies wäre aber mit einer Beschwerde und einer allfälligen Verschiebung der Abstimmung nicht mehr gewährleistet.

Das Komitee ist aber der Meinung, dass die Bevölkerung über ein neues Zwischenlager in Mühleberg, wie es im Rahmenbewilligungsgesuch vorgesehen ist, umfassend informiert werden muss.

Logische Weiterführung

Es handle sich dabei nämlich nicht um eine logische Weiterführung des heutigen Zwischenlagers, hält das Komitee fest. Das geplante Atomlager werde deutlich grösser, und es werde neu auch Abfall aus anderen Atomkraftwerken aufnehmen.

Das Komitee fordert deshalb den Kanton und die BKW auf, in der Informationsarbeit «das neue geplante Zwischenlager und seine quantitativen und zeitlichen Dimensionen in aller Deutlichkeit zu kommunizieren».

Das Zwischenlager hatte in den vergangenen Tagen zu reden gegeben, nachdem thematisiert worden war, dass es in den Abstimmungsunterlagen nicht explizit erwähnt wird. (rsn)