SC Langenthal
Nach Turbulenzen wieder in ruhigen Gewässern

An der Hauptversammlung des Schlittschuhclub-Vereins waren die Konsequenzen der gescheiterten Zusammenarbeit mit den Huttwil Falcons das Hauptthema. Das Zusammenspannen mit dm neuen Partner SCL Young Tigers (Langnau) entwickle sich dagegen positiv.

Hans Mathys
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Solothurner Zeitung

Bevor er zu einem anderen Anlass musste, dankte Stadtpräsident Thomas Rufener den Verantwortlichen des Schlittschuhclubs Langenthal (SCL) für deren Engagement. «Die Nachwuchsbewegung des SCL hat sich positiv entwickelt», hielt er fest und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass das Stimmvolk der finanziellen Sanierung der Eishalle zugestimmt hat. Eishockey sei ein relativ teurer Sport, sagte Rufener und spannte den Bogen von der «Eisaufbereitung bis zur Ausrüstung».

Gian Kämpf, Präsident ad interim (zugleich Geschäftsführer des Profibetriebes SCL AG), blickte auf eine «turbulente» Saison zurück. Sportlich seien die Ziele erreicht worden, «aber bei kleinsten Unruhen entstand gleich eine Kettenreaktion». Ende März 2009 habe der SCL mit der Planung der Saison 2009/10 begonnen. Dabei seien «auf vielen Stufen prekäre Kadersituationen» festgestellt worden, sagte Ausbildungschef Olivier Horak. «Unser Ziel ist, dass jeder Junior in seiner Altersstufe Eishockey spielen kann», betonte der Rohrbacher. Die Zusammenarbeit mit den Partnerteams EHC Napf und SCL Young Tigers sei «sehr gut» gewesen – jene mit den Huttwilern ist nun Vergangenheit.

Gute Rechnung – besseres Budget

Die von Heinz Rathgeb erstellte Rechnung 2009/10 schliesst mit einem Mini-Verlust von 92 Franken ab. Dies bei einem Umsatz von 517000 Franken. Grösster Aufwandposten ist der Spiel- und Trainingsbetrieb mit 299000 Franken. Der Personalaufwand beträgt 169000 Franken. Vor einem Jahr hatte der budgetierte Verlust von 91100 Franken für ein Raunen gesorgt. Dass die Rechnung nun ausgeglichen abschliesst, sei auf das Entgegenkommen der Stadt, die SCL AG (Nationalliga-B-Team) und das finanzielle Engagement von Privatpersonen zurückzuführen. Das Budget für die gestartete Saison 2010/11 sieht einen Verlust von 3800 Franken vor. Der Personalaufwand sowie der Spiel- und Trainingsbetrieb bewegen sich im Rahmen der Vorsaison. Werbeerträge sind 213500 Franken vorgesehen, Mitgliederbeiträge 69100, übrige Beiträge 205500 und übrige Erträge 138200 Franken. Weil der Eislaufmarathon bereits gelaufen wurde, liegen schon aktuelle Zahlen vor, die «erfreulicherweise über dem Budget» liegen würden.

Ämter sind zugewiesen

Mit Applaus erfolgten die Wiederwahlen von Gian Kämpf (Präsident ad interim), René Studer (Marketing), Heinz Rathgeb (Finanzen), Regula Schnetzer (besondere Aufgaben) und Mischa von Gunten (Vertreter 2. Mannschaft). Aus dem Vorstand zurückgetreten sind Rafael Hernandez und Patrick Räber. Neu in dieses Gremium wählte die Versammlung den Madiswiler Gerhard Schmid (Spielbetrieb). Geschäftsführer im Nachwuchsbereich bleibt Alex Chatelain, Ausbildungschef Olivier Horak.

«Wir waren nicht parat», sagte Olivier Horak zum Alleingang des SCL-Nachwuchses ab Frühjahr 2010 ohne die Huttwiler. Er bezeichnete die Bewältigung der Logistikprobleme der nach 60 Neueintritten auf 200 Kinder angewachsenen, nun wieder selbstständigen Nachwuchsabteilung als «einen Kraftakt». Er bat die Eltern der Jugendlichen deshalb um «etwas Geduld und Verständnis».