Frühschoppen
Nach dem Umzug wird Durst gelöscht – drinnen und draussen

Tradition wird hochgehalten am Lenzburger Jugendfest. Und Tradition ist hier schnell etwas. Dazu gehört, dass ein Umzug – ob als mitmarschierender Schüler oder Musikant oder als Zuschauer am Gassenrand – Durst gibt.

Fritz Thut
Drucken
Die versammelten Ehrengäste vor dem Rathaus

Die versammelten Ehrengäste vor dem Rathaus

Die geladenen und lokalen Würdenträger, die eben noch vor dem Rathaus die vorbeiparadierenden Schulklassen gegrüsst hatten, sind anschliessend ins Innere zum Frühschoppen gebeten. Die Gäste, heuer etwa Landammann Urs Hofmann oder der auf Ende Jahr zurücktretende Holderbanker Gemeindeammann Simon Läuchli, versuchen hier zusammen mit Novizen, diesmal beispielsweise Peter Heuberger als Leitender Staatsanwalt der neuen Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau oder Gerichtspräsident Daniel Aeschbach, dem besonderen Flair dieses Anlasses auf die Spur zu kommen.

Just zur zwölften Stunde drängen alle Besucher in den Staatsratssaal, wo Vorsänger Ueli Steinmann den grossen Tisch besteigt und das Lied vom «Vugelbärbam» anstimmt. Natürlich gibt es auch eine Geschichte, wie sich diese schlesische Weise ins fixe Lenzburger Jugendfest-Programm geschlichen hat, doch wenn die versammelte Gesellschaft den Refrain mitgrölt, pardon mitsingt, interessiert dies niemanden: «Eijuh, eijuh...»

Seit einigen Jahren ist männiglich gespannt, mit welchen Socken Vorsänger Steinmann auftritt: Diesmal zierten – topaktuell – Symbole von Hero und neuer Justizvollzugsanstalt (JVA) die Fusskleider, doch im Jugendfesttrubel geriet der Inhalt durcheinander: Erbsli und Rüebli in der «Kiste», Räuber in der «Konservi».

Parallel zum Frühschoppen der Geladenen findet draussen in der Gasse seit 1998 der Volks-Apéro statt, der seit 2003 von den Centrums-Geschäften ausgeschenkt wird.

Aktuelle Nachrichten