Aarwangen
Mündelgelder veruntreut: SVP-Gemeinderat tritt zurück

Der Aarwanger Politiker, der rund 36'000 Franken veruntreut haben soll, tritt aus dem Gemeinderat zurück. Er will aber weiter Mitglied der Schweizerischen Volkspartei bleiben.

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Der verdächtigte Vormund.

Der verdächtigte Vormund.

Solothurner Zeitung

In einer persönlichen Stellungnahme an die Medien hat der Aarwanger Gemeinderat am Freitagnachmittag den Rückzug aus dem Gemeinderat bekannt gegeben. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen Veruntreuung. Als Vormund soll er mindestens 36'000 Franken von zwei Mündeln für eigene Zwecke verwendet haben.

«Ich verstehe, dass das Vertrauen in meine Person in einer Weise erschüttert ist, die eine weitere Ausübung dieses Amtes nicht mehr zulässt», schreibt er. Es sei nun aber die Sache der Strafjustiz, «die von mir unbestrittenen Geldbezüge in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen».

Wie er weiter schreibt, wird zudem seine Frau aus der Vormundschaftskommission zurücktreten. Seine Familie habe aber von seinen Verfehlungen nichts gewusst, beteuert er.

Seit Mittwoch, als der «Blick» den Aarwanger Gemeinderat auffliegen liess, häuften sich die Forderungen nach einem Rücktritt. Wie Hans Bigler, Präsident der SVP Aarwangen, sagte, wird der Politiker auch aus der Geschäftsleitung der Ortspartei austreten. Er werde aber SVP-Mitglied bleiben. (joh)