Langenthal
Motorex kauft Gebäude der Nencki AG in Langenthal

Um wachsen zu können und den Standort Langenthal zu stärken, haben zwei bekannte einheimische Firmen einen Handel vollzogen: Die Nencki AG verkauft ihre Gebäude an der Gaswerk- und Grubenstrasse an die Bucher-Motorex Gruppe.

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Motorex übernimmt drei Parzellen mit fünf Gebäuden in Langenthal.

Motorex übernimmt drei Parzellen mit fünf Gebäuden in Langenthal.

AZ

«Die Nencki AG konzentriert ihre Tätigkeit vollumfänglich in den frei werdenden Räumlichkeiten der Carosserie Langenthal AG. Das wesentlich grössere Grundstück verfügt über umfangreichere Produktionsflächen und Landreserven», schreibt das weltweit tätige Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Nencki stellt Prüfanlagen für Bahnen und andere Transportunternehmen her. Die Carosserie Langenthal AG Calag wiederum baut zurzeit im Wolfhusenfeld einen neuen Firmensitz. Gemäss Sepp Käppeli, Verwaltungsratspräsident der Nencki AG, besteht an der Gaswerkstrasse erheblicher Platzmangel.

Neuer Bürotrakt

Der Bau einer neuen Montagehalle 2009 habe zwar vorerst die ärgsten Produktionsengpässe überwunden. Doch längerfristig reicht das nicht. Der neue Firmensitz der Nencki AG an der Aarwangenstrasse gehört Käppelis Unternehmen - er war früher auch an der Calag beteiligt. Käppeli will dort einen neuen Bürotrakt erstellen und zwei ältere Hallen renovieren. Nach diesen baulichen Anpassungen könne der verkehrstechnisch bestens erschlossene neue Standort im Laufe des nächsten Jahres bezogen werden.

«Mit dem Verkauf unseres Grundstücks an die Motorex können beide Firmen ihre Strategieabsichten erfüllen», sagt Käppeli. Das bestätigt Peter Regenass-Bucher, erwaltungsratspräsident des Schmiermittelherstellers Motorex: Die Gebäude der Nencki AG seien eine strategische Reserve, um weiter zu wachsen.

«Ein klares Bekenntnis zu Langenthal»

Motorex übernimmt drei Parzellen mit fünf Gebäuden und etwa 11 000 Quadratmetern Land. Zum Verkaufspreis wollten sich beide Firmenpatrons nicht äussern. Regenass sagt jedoch: «Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Langenthal.»

Motorex brauche mehr Lagerfläche für Exportprodukte. «Nencki grenzt an unseren Betrieb - sonst haben wir rundherum keine Chance, zu vergrössern.» Im Moment baut Motorex bereits Tanklager und Labor aus. Für weitere Ausbauprojekte werde sorgfältig ein Masterplan ausgearbeitet, so Regenass. (tg)