Langenthal
Mit «Stärne Wiehnacht» soll das Stadtzentrum frequentiert werden

Das Weihnachtsgeschäft ist in vollem Gang – und geht jetzt in die entscheidende Phase. In Langenthal finden deshalb an den nächsten beiden Sonntagen, 12. und 19. Dezember, verkaufsoffene Sonntage statt.

Tobias Granwehr
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Das OK der «Stärne Wiehnacht»: Thomas Germann, René Hefti, Daniel Bader und René Marti (von links). tg

Das OK der «Stärne Wiehnacht»: Thomas Germann, René Hefti, Daniel Bader und René Marti (von links). tg

Solothurner Zeitung

Ein Grossteil der Detaillisten öffnet seine Läden, dazu wird im Stadtzentrum ein Rahmenprogramm geboten. Der von der Stadtvereinigung Langenthal (SVL) organisierte Anlass läuft seit Jahren unter dem Namen «Stärne Wiehnacht». Der erste Sonntag bietet eine Weihnachtsinszenierung, am zweiten Wochenende geht dann der Weihnachtsmarkt über die Bühne.

Tiere sollen Kinder anlocken

Für den ersten Verkaufssonntag zeichnet bereits zum fünften Mal die Arbeitsgemeinschaft offener christlicher Jugendarbeit (ACJ) verantwortlich – im Auftrag der Stadtvereinigung. Die ACJ möchte die Weihnachtsgeschichte erlebbar machen. «Im vergangenen Jahr erzielte die Inszenierung auf die Leute eine gute Wirkung», sagt René Hefti. Er ist Arzt in der Langenthaler Privatklinik SGM und innerhalb der ACJ für diesen Sonntag zuständig.

Für die Kinder gebe es wiederum ein Bastelprogramm in der UBS sowie Eselreiten in der Marktgasse. Auch Kamele und Schafe werden sich wieder in den Strassen der Innenstadt aufhalten. Das sei für die Kinder natürlich ein Anziehungsfaktor, so Hefti. Für die Weihnachtsgeschichte stellen sich wieder viele Erwachsene als Laienschauspieler zur Verfügung. «Im vergangenen Jahr versuchten wir, Stadtpräsident Thomas Rufener als König Herodes zu gewinnen. Doch er sagte uns ab.» Vielleicht gelinge es der ACJ irgendwann, Rufener zu überzeugen, sagt er lachend.

Vor dem Choufhüsi stehen am Sonntag zudem Stände von gemeinnützigen Organisationen und für die Verpflegung. So ist zum Beispiel die Gassenküche oder das Blaue Kreuz vor Ort. Um 12 Uhr beginnt das musikalische Rahmenprogramm; um 13.30 Uhr führt das ACJ die Weihnachtsgeschichte auf.

René Marti, innerhalb der SVL Vorsitzender des Organisationskomitees für die Weihnachtsanlässe, ist froh über die Zusammenarbeit mit der ACJ. «Solche Veranstaltungen bringen Frequenz in die Stadt», sagt er.

90 Prozent der Geschäfte im Zentrum sind an beiden Sonntagen geöffnet (11 bis 18 Uhr). Einige wenige hätten sich entschlossen, nur am zweiten Sonntag oder gar nicht mitzumachen, sagt Marti enttäuscht. Die beiden Grossverteiler Migros und Coop öffnen ihre Filialen ebenfalls nur am 19. Dezember. Manor dagegen ist laut SVL an beiden Verkaufssonntagen geöffnet. Entscheidend für einen positiven Verlauf der beiden Weihnachtswochenenden ist das Wetter – obwohl es niemand beeinflussen kann. «Es ist immer ein Thema», sagt Marti. Viel Schnee sei zum Beispiel schlecht beim Aufstellen der Markthäuschen. Vergangenes Jahr sei es am Weihnachtsmarkt sehr kalt gewesen, was viele Leute veranlasst habe, nicht lange draussen zu bleiben, sagt SVL-Präsident Daniel Bader rückblickend.

Den Rundgang verbessern

Marti ist mit den bisherigen Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt (17. bis 19. Dezember) zufrieden: Bereits vor zwei Monaten seien alle 56 Häuschen vermietet gewesen. Die Stände in den beiden grossen Zelten seien ebenfalls schnell weg gewesen. «Wir wollen den Markt qualitativ verbessern. Im vergangenen Jahr haben wir es nicht geschafft, die Besucher mit einem Rundgang durch den Märit zu lenken.» Die Farbgasse, die 2009 erstmals in den Markt einbezogen wurde, war schlecht frequentiert. Daran hat das OK gearbeitet.

Kritik hagelte es auch, weil der Dästerplatz, sonst ein wichtiger Parkplatz im Zentrum, belegt wurde. Das hat sich laut Marti nicht bewährt. 2010 werde nur etwa die Hälfte des Platzes für den Markt verwendet. «Wir nehmen die Bedenken von Besuchern und Detaillisten immer ernst», sagt Bader. «Wir können allerdings auch nicht jedes Jahr alles auf den Kopf stellen. Wir wollen Bestehendes verbessern.» Die Besucher sollen sich schliesslich an die «Stärne Wiehnacht» als Langenthaler Weihnachtsevent gewöhnen.

Weitere Informationen zur «Stärne Wiehnacht»: www.acj.ch, www.stadtvereinigung-langenthal.ch

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