Islam-Debatte
Minarett-Gegner wollen Mahnmal enthüllen

Das Aktionskommitee «Stopp Minarett Langenthal» geht in die Offensive und organisiert einen Informationsabend, an dem diverse Aktivitäten geplant sind - zum Beispiel der Bau eines «Mahnmals».

Urs Byland
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Solothurner Zeitung

Der Infoabend beginnt am Donnerstag, 11. November, im Parkhotel Langenthal um 20 Uhr. Erläutert werden soll beispielsweise der Baubewilligungsentscheid des Kantons, welcher in Langenthal und in der ganzen Schweiz für Unmut, Ärger und Unverständnis gegenüber der Berner Baudirektion gesorgt habe, schreiben die Veranstalter in ihrer Mitteilung.

Ziel des Abends sei es, Informationen aus erster Hand zur Situation des Minaretts zu geben. Gleichzeitig ist die Enthüllung eines Minarett-«Mahnmals» geplant. Und angekündigt wird eine Schrift. Mit dem «Mahnmal» (das 2,5 Meter grosse Modell wird am Infoabend enthüllt und erläutert) will das Komitee «Stopp Minarett» in die Offensive gehen. Es soll in natura 7 Meter hoch werden und einem Minarett ähneln. Das Gesuch für die Errichtung will das Aktionskomitee am 9. November bei der Stadt einreichen.

«Das Mahnmal soll an die denkwürdige Minarett-Volksabstimmung vom 29. November 2009 erinnern, welche in Langenthal ihre Geburtsstätte und inzwischen eine europaweite Islamdiskussion ausgelöst hat», schreiben die Veranstalter. Gleichzeitig soll das «Mahnmal» Zeichen sein für die unter dem Islam verfolgten Christen, Nichtmuslime und Konvertiten sowie zusätzlich nicht integrationswillige islamische Organisationen und Verbände dazu ermahnen, die in der Schweiz geltenden demokratischen Grundrechte und daher auch den Volkswillen zu akzeptieren.

Geplant ist auch ein Buchprojekt «Das Minarett Langenthal». Darin sollen persönliche Statements, Erfahrungen und Meinungen rund um den Minarettbau aus der Bevölkerung zusammengetragen werden.

Das Aktionskomitee «Stopp Minarett Langenthal» vertritt laut Pressesprecher Daniel Zingg die Interessen der Anwohner im Streit um das geplante Minarett in Langenthal. Die Mitglieder des Komitees sind Daniel Zingg (Pressesprecher), Stefan Zeller (Vorsteher), Hans Lieberherr, Christian Engel und Simon Geiser.