Giacobbo/Müller
Mike Müller schiesst erneut gegen Schlieren

In der Sendung Giacobbo/Müller vom Sonntag liess Mike Müller eine spöttische Bemerkung über Schlieren fallen. Das ist nicht der erste Seitenhieb, den Müller gegen die Stadt austeilt.

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Spott gegen andere ist keine Seltenheit in der Satire-Sendung Giacobbo/Müller (Archivbild)

Spott gegen andere ist keine Seltenheit in der Satire-Sendung Giacobbo/Müller (Archivbild)

SRF Nici Jost

Er kann es nicht lassen: In der Satire-Sendung Giacobbo/Müller auf SRF hat Mike Müller erneut gegen Schlieren geschossen.

Auftakt bildete Paris Hilton, die der Gemeinde Schindellegi offensichtlich wieder den Rücken zukehrt. Sie war im vergangenen Jahr zu ihrem Freund in die beschauliche Schwyzer Ortschaft gezogen. Damit sei nicht nur Christoph Blocher (der sich selbst und die SVP bei Schawinski als Opfer darstellte) das Opfer der vergangenen Woche, sagte Müller in der Sendung vom Sonntagabend, sondern auch die Gemeinde Schindellegi.

Zugleich gebe es jedoch auch eine erfreuliche Neumeldung; die Schweiz müsse nun keinen Promimangel befürchten, denn: Lady Gaga ziehe nach Schlieren.

Schlieren - ein Unort?

Mit diesem Seitenhieb kehrt Müller zu einem bei ihm beliebten Thema zurück. Bereits in der Sendung vom 12. Februar 2012 warb er vor der Kamera für die noch «unberührt gebliebene Traumdestination» Schlieren. Damit parodierte er in erster Linie TV-Ferienmagazine, aber auch die Stadt Schlieren bekam ihr Fett ab. Veräppelt wurde nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Angebot Schlierens, namentlich der ehemalige riesige Auto-Occasionshandel an der Badenerstrasse. Schlieren wurde als Unort schlechthin dargestellt.

Entsprechend fanden nicht alle Müllers Sketch besonders lustig. Schlierens Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin verteidigte seine Stadt als Reaktion auf die Sendung. «Da wurden viele alte Klischees wie etwa der Auto-Occasionshandel und Schlieren als Durchfahrtsstadt angesprochen», bedauerte er im Interview mit der Limmattaler Zeitung. Es sei schade, dass vor allem die Medien nicht aktuell informiert seien, wie viel sich in Schlieren in den letzten zehn Jahren getan habe. Viele würden es vorziehen, an einem veralteten Bild Schlierens festzuhalten.

Müller erneut in Schlieren

Nachdem Brühlmann beim Schweizer Fernsehen eine Protestnote platzierte, kam prompt eine Retourkutsche von Müller: In der darauffolgenden Sendung vom 19. Februar wurde der Schlieremer Stadtpräsident als humorlos dargestellt. Er kenne den Unterschied zwischen Ironie und Realität nicht, hiess es da.

Seine Sticheleien gegen Schlieren hielten Mike Müller aber nicht davon ab, ein gutes Jahr später nach Schlieren zurückzukehren: Im Sommer 2013 stand er als Schauspieler für die TV-Serie «Der Bestatter» vor der Kamera. Dafür kam er für insgesamt acht Drehtage nach Schlieren, wo in den Familiengärten Betschenrohr und im Innovations- und Jungunternehmerzentrum an der Rütistrasse gedreht wurde. Nach Schlieren ziehen werde er aber trotzdem "vorläufig nicht", sagte er damals zur Limmattaler Zeitung.