EM 2012
Löw lässt Bombe platzen: Gomez in der Startaufstellung

Unter der Leitung von Joachim Löw hatten die Deutschen in den Jahren 2008 und 2010 jeweils die zweiten Spiele der WM und der EM verloren. Trotzdem geht die deutsche Elf gegen Holland geht als Favorit ins Spiel.

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Mario Gomez will spielen (Archiv)

Mario Gomez will spielen (Archiv)

Keystone

Mit einem 3:2-Sieg über Uruguay hatte sich die deutsche Mannschaft bei der WM in Südafrika den dritten Platz gesichert. Mit zehn Siegen in zehn Spielen und 34:7 Toren war sie danach durch die EM-Qualifikation nach Polen und in die Ukraine spaziert. Und dort, in Lemberg, dank einem 1:0 über Portugal mit einem makellosen Ergebnis ins nächste grosse Turnier gestartet. Die 0:1-Niederlage von 7.Juli 2010 gegen Spanien in Durban ist damit die bisher letzte in einem Pflichtspiel geblieben.

Auch wenn das deutsche Team gegen die Portugiesen nicht in jenem Stil aufgetreten ist, den es in den beiden letzten Jahren präsentiert hat und es neben Spanien zum Topfavoriten dieser EM werden liess, so geht es gegen Holland als Favorit ins Spiel. Zumal es diesen Gegner am 15.November letzten Jahres bei einem Testspiel in Hamburg mit 3:0 so richtiggehend vorgeführt hat.

Gefundenes Fressen

In der Ukraine nun deutet die Ausgangslage darauf hin, der 39.Vergleich mit Holland könnte zu einem gefundenen Fressen werden und – bei zehn Niederlagen – zum 15.Sieg der Deutschen führen. Nach dem überraschenden 0:1 gegen Dänemark sind die Holländer fast schon auf Gedeih und Verderb zum Angreifen gezwungen und angesichts ihrer verwundbaren Verteidigung prädestiniert dafür, dem Gegner ins Messer zu laufen.

Gegen diese These spricht – neben der grundsätzlichen Klasse der Holländer – allerdings die Statistik. Denn unter Löw hat Deutschland jeweils nach einem Sieg zum Turnierauftakt sowohl 2008 wie auch 2010 eine Niederlage eingesteckt.

Die grosse Ausnahme

Aber nicht nur unter ihm haben die Deutschen jeweils in der zweiten Partie Probleme offenbart. Seit der Weltmeisterschaft 1998 gab es am zweiten Spieltag in sieben Partien nur einen einzigen Sieg, jedoch drei Niederlagen. Die grosse Ausnahme bildete dabei 2006 das 1:0 über Polen.

Dem Bundestrainer ist dieser «Fluch» bekannt, und so hofft er nun, mit einem Sieg über die Holländer zu verhindern, dass seine Mannschaft am Sonntag in Lemberg gegen Dänemark wieder unter einem grossem Druck steht. Gemäss der «Bild»-Zeitung beginnen die Deutschen mit der gleichen Elf wie gegen Portugal. Somit erhält Gomez den Vortritt vor Klose. Auch in der Innenverteidigung bleibt alles beim Altbekannten. Löw setzt auf Hummels statt auf Mertesacker. (br/agt)