Stadtfinanzen
Laubholzbock-Käfer verursacht in Winterthur Millionenschaden

Der Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbock-Käfer hat die Stadt Winterthur im Jahr 2012 fast eine Million Franken gekostet. Davon waren 545'000 Franken ausserordentliche Kosten.

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Der Asiatische Laubholzbockkäfer kostet Winterthur Millionen.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer kostet Winterthur Millionen.

Keystone

Bezahlt wurden mit den 545'000 Franken die externen Fachleute, die Hundestaffeln und die Entsorgung der befallenen Bäume. Den Rest des Millionen-Betrages machen vor allem die Angestellten der Stadtgärtnerei aus, die sich seit vergangenem Juli verstärkt auf die Bekämpfung des Käfers konzentrierten.

Der Kampf gegen den Käfer ist aber noch nicht gewonnen. Gemäss Bund muss ein solches Bekämpfungsprogramm vier Jahre lang dauern, um die Schädlinge wirklich nachhaltig auszurotten. Der aggressive Käfer wird die Stadt somit insgesamt Millionen kosten.

Im November 2012 wurden letztmals Larven entdeckt. Im Gegensatz zu den ausgewachsenen Käfern schaffen sie es - gut geschützt im inneren der Stämme und Äste - den Winter zu überleben. Im Frühling sollen deshalb wieder Suchhunde im Einsatz stehen, um schlüpfende Jungtiere aufzuspüren.

Präventivrodungen entlang der Eulach

Entlang der Eulach wurden in den vergangenen Wochen zudem weitere Bäume gerodet, allerdings präventiv auf Geheiss des Bundes, der Vorgaben für das Ausrottungs-Programm macht.

Der Käfer wird durch Verpackungsholz aus Asien eingeschleppt. Er gilt als besonders gefährlich, weil er alle Laubbäume befällt und in Europa kaum natürliche Feinde hat. Befallene Bäume sterben ab oder müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

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