Langenthal
Kunterbunter Pferdesport beim Langenthaler Bahnhof

Auf dem Programm des Kavalleriereitvereins Langenthal standen ein traditioneller Gymkhana, ein Springkhana und das Rösslispringen. Die speziellen Plauschprüfungen lockten viele Reiter und Reiterinnen verschiedener Reitstile an den Start.

Karin Rohrer
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Stefanie Zumstein aus Thörigen beim Wasserschöpfen auf dem Springplatz in Langenthal

Stefanie Zumstein aus Thörigen beim Wasserschöpfen auf dem Springplatz in Langenthal

Karin Rohrer

Wenn auf dem Springplatz beim Langenthaler Bahnhof Pferdewiehern ertönt, führt der Kavalleriereitverein (KRV) Langenthal die schon traditionellen Gymkhanas durch. Aber auch ein Springkhana, wo sich ein Springreiter und ein Gymkhana-Reiter im Zweierteam zusammenfinden, gehörte ins Programm. Zudem wurde der Teamgeist beim Rösslispringen auf die Probe gestellt, mit eingeladenen Reitvereinen aus der Umgebung.

Geschicklichkeit zu Pferd

Heute zählt der KRV Langenthal über 40 Aktive, welcher vor mehr als 100 Jahren gegründet wurde, damals noch im vom Militär geprägten Stil. Die Zeiten ändern sich. Heute widmen sich die Vereinsmitglieder verschiedenen Pferdesport-Disziplinen. Regelmässige Trainings und Weiterbildungen werden gross geschrieben.

Spezielle Plauschprüfungen wie das Springkhana mit 20 Equipen locken Reiterinnen und Reiter verschiedener Reitstile und mit unterschiedlichen Pferderassen an den Start, was auch für die Zuschauer Abwechslung ins Spiel bringt. Ein Reiter nimmt die acht verschiedenen Geschicklichkeitsaufgaben im Gymkhanaparcours unter die Hufe, und sobald er das Ziel durchritten hatte, galoppiert sein Teampartner zum ersten Sprung und absolviert einen Parcours mit 80 Zentimeter hohen Hindernissen. Als Siegerteam liessen sich Manuela und Benjamin Schurtenberger aus Luzern feiern.

Reitvereine treten gegeneinander an

Alljährlich gelangt in der Region das traditionelle Rösslispringen zur Ausführung, dessen OK für die Durchführung unter den Vereinen abwechselt. Sechs Reitvereine, der RV oberes Langetental, RV Sumiswald, KRV Langenthal, RV Ochlenberg, RV Herzogenbuchsee und der RSV Thörigen traten in dieser Springprüfung gegeneinander an, welche in Form eines Nationenpreises ausgetragen wurde. Somit waren pro Verein vier Mitglieder startberechtigt und die drei besten Resultate wurden gewertet.

Der schlechteste Ritt galt als Streichresultat. 2011 gewann der damalige Gastgeber, der Reitverein Herzogenbuchsee das Rösslispringen. Dieses Jahr ging der Wanderpokal, eine hübsche Pferdestatue an den RSV Thörigen. Stefanie Amato, Deborah Rhyn, Diana Buser und Fabienne Zürcher schafften als einzige Equipe vier Nullfehler-Ritte.

Punkte sammeln für die Trophy

Genau 100 Anmeldungen für die ZKV-Gymkhana-Prüfungen trudelten beim Vereins-Sekretariat ein und so war die erste Parcoursbesichtigung am Sonntagmorgen bereits für 7 Uhr angesagt. Die Gymkhana-Reiter trotzten den widrigen Wetterverhältnissen. Es gingen kaum Abmeldungen ein.

Andreas Staub aus Aarwangen, welcher im Springkhana mit seinem Fjordwallach Luc den zweiten Rang holte, amtete für die ZKV-Gymkhanas als Parcoursbauer. Seine Hindernisse waren durchdacht, fair gestellt und boten den Reiterpaaren viele abwechslungsreiche Aufgaben, welche mit einem gelassenen Vierbeiner bewältigt werden konnten. Bewährte Hindernisse wie Engnis, Schlüsselloch oder Ball schieben kamen ebenso vor, wie Wasser schöpfen mit einer Kelle oder reife Äpfel vom Baum pflücken.

Aufgeteilt in verschiedene Kategorien konnten Punkte für die ZKV-Trophy im Oktober in Bern gesammelt werden. Jeweils nur die vordersten 30 Prozent der Rangierten bekommen Punkte und die Teilnahme am Final ist begehrt. Entsprechend konzentriert gingen diese Reiter und Reiterinnen die Geschicklichkeitsaufgaben an.