Eishockey
Künftiger SCL-Stürmer verfolgt SCL von den Ferien aus

Es ist eine spezielle Situation in der sich Stephan Moser momentan befindet. Der 26-jährige Stürmer verfolgt aus den Ferien, wie sein zukünftiges Team, der SC Langenthal, im Schweizer Eishockey für Furore sorgt. Noch weiss er nicht genau, ob sein Arbeitgeber in der nächsten Saison ein NLB- oder ein NLA-Team sein wird.

quentin schlapbach
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Auf Wohnungssuche in Langenthal: Zuzug Stephan Moser (Nr. 97). Key

Auf Wohnungssuche in Langenthal: Zuzug Stephan Moser (Nr. 97). Key

Gibt es im Herbst kein Derby mehr gegen Olten, sondern gegen Bern, Biel und Langnau? «Man weiss ja noch gar nicht, ob Langenthal überhaupt aufsteigen will», gibt sich Moser vorsichtig. Punkto Wissensstand im Falle eines Sieges über Ambri tappt der 187 Zentimeter grosse Hüne also genauso im Dunkeln wie alle anderen, die nicht zufällig Mitglied im SCL-Verwaltungsrat sind.

Nach der 1:3-Niederlage gestern Abend ist ein allfälliger Aufstieg der Langenthaler allerdings noch ein Stückchen unwahrscheinlicher geworden. Obwohl es quasi um seine berufliche Zukunft geht, kann Moser die Partien aufgrund der Ferienplanung nicht live im Stadion mitverfolgen. «Ich informiere mich immer kurz nach den Spielen nach dem Resultat. Den NLB-Final gegen Lausanne habe ich noch am Fernsehen mitverfolgt. Langenthal spielte disziplinierter als Lausanne, das macht den Unterschied aus. Und Marc Eichmann war in dieser Serie schlicht überragend», so der zukünftige SCL-Angreifer.

Eishockey ist in diesen Tagen also für einmal nicht der Mittelpunkt im Leben des Stephan Moser. Er müsse sich noch ein bisschen von der vergangenen Saison erholen, wo er mit seinem Team dem HC La Chaux-de-Fonds erst im siebten und letzten Spiel im Halbfinal am SCL scheiterte. «Ich wusste immer, dass Langenthal eine gute Mannschaft hat, deshalb kam ihr Erfolg in diesem Jahr für mich nicht so überraschend», sagt Moser.

Antrittstermin unbekannt

Ihm ergeht es also so wie den Langenthalern in den Vorjahren. Den April kann er praktisch uneingeschränkt für Urlaub nutzen. Momentan verweilt er in seinen Ferien mit der Familie in Deutschland. Auch der Start ins Sommertraining verschiebt sich dank der unerwarteten Saisonverlängerung in Langenthal. «Bis jetzt habe ich jedenfalls noch nichts gehört, wenn es losgeht.»

Für Moser wird der Gang nach Langenthal eine Rückkehr in gewohnte Gefilde sein. Bereits in den Saisons 08/09 und 09/10 spielte der ehemalige EHC- Worb-Junior im Oberaargau. «Meine Wohnung in La Chaux-de-Fonds habe ich bereits abgegeben. Jetzt suche ich noch nach einer Bleibe in Langenthal», so Moser. Langweilig wird es dem zukünftigen SCL-Goalgetter also auch ohne Eishockey nicht.