Kirche
Künftig weniger reformierte Kirchgemeinden im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich soll es künftig weniger, dafür grössere evangelisch-reformierte Kirchgemeinden geben. Das Kirchenparlament, die Synode, hat am Dienstag einen entsprechenden Vorschlag des Kirchenrates mit 94 zu 5 Stimmen deutlich gutgeheissen.

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Weniger reformierte Kirchen. (Archiv/Symbolbild)

Weniger reformierte Kirchen. (Archiv/Symbolbild)

Limmattaler Zeitung

Hintergrund der Strukturbereinigung ist der massiv geschrumpfte Mitgliederbestand der reformierten Landeskirche des Kantons Zürich: Zählte diese vor 40 Jahren noch rund 625'000 Mitglieder, so sind es heute noch rund 475'000. Die früheren Strukturen blieben aber unverändert.

Für kleine Kirchgemeinden ist es denn auch immer schwieriger, die nötigen Behördenmitglieder zu stellen oder zukunftsgerichtete Projekte an die Hand zu nehmen. Es fehlen Mittel und Leute.

Dies soll nun anders werden. Der Kirchenrat möchte gemäss seinem Bericht den heutigen Bestand an Kirchgemeinden bis 2018 auf die Hälfte bis ein Drittel reduzieren.

Grössere Gemeinden mit 5000-7000 Mitgliedern

Dadurch entstünden grössere Gemeinden mit 5000-7000 Mitgliedern. Diesen würden sich Freiräume öffnen, sie könnten Ressourcen sparen, qualifizierte Stellen anbieten und Ämter leichter besetzen.

Anlass zum Vorschlag des Kirchenrates war ein Postulat von 2010. Der Postulant wollte damals wissen, wie der Kirchenrat die Zusammenarbeit kleiner Kirchgemeinden zu fördern beabsichtige.

Solche Zusammenarbeit sollte Fusionen verhindern. Der jetzige Synodebeschluss geht nun aber gerade in Richtung Fusionen.