Kulturpreis
Kulturpreis zum dritten Mal öffentlich ausgeschrieben

Zum Jubiläumsfest 1150 Jahre Langenthal wird der Preis öffentlich ausgeschrieben. Kulturschaffende aus den Kultursparten Theater, Fotografie und Literatur können sich bewerben.

Urs Byland
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Solothurner Zeitung

Langenthal feiert im nächsten Jahr sein 1150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird der Kulturpreis der Stadt Langenthal 2011 öffentlich zur Bewerbung ausgeschrieben. Das Thema des Stadtfestes «heute ist gestern und morgen» soll auch das Thema für die Kulturpreis-Projekte sein. Kulturschaffende aus den Kultursparten Theater, Fotografie und Literatur (gesprochenes Wort) sind dazu eingeladen, ihre Projekte bis 31. Januar 2011 einzureichen.

«Wir wollen auf den Zug aufspringen», begründet Langenthals Kulturbeauftragte Marianne Hauser Haupt den Entscheid der Kulturkommission. Der Kulturpreis wurde in seiner Geschichte schon zweimal öffentlich ausgeschrieben. Im Laufe der Amtsperiode von Gemeinderätin Paula Schaub (Ressort Kultur und Sport) sollte eine dritte öffentliche Ausschreibung folgen. Das Jubiläumsfest sei nun der Anlass zum richtigen Moment. «Mit dem Kulturpreisprojekt erhält das Fest einen Input, der auch nach aussen ausstrahlen wird.» Und Absicht sei es auch nicht, dem Jubiläumsfest billig zu Glanz zu verhelfen. «Wir hätten ohne Probleme Kunstschaffende für einen Kulturpreis nominieren können.»

Thematisch gehe es darum, sich in kreativer Art mit «heute ist gestern und morgen» auseinanderzusetzen. Gefragt ist also nicht nur ein Blick zurück in die Vergangenheit der Stadt, sondern genauso die Aktualität und das Kommende. Die Kulturkommission habe bewusst die Eingaben auf die drei Kultursparten Theater, Fotografie und Literatur (gesprochenes Wort) fokussiert. «Es gibt Bereiche der Kultur, in denen es in der Region schwierig ist, Künstler oder Kunstschaffende auszuzeichnen», erklärt Marianne Hauser.

Mit Literatur (gesprochenes Wort) richtet die Kommission sich an Autorinnen und Autoren von Texten, Gedichten, «slam poetry» und «spoken word» etc., also Textformen, die als gesprochene Darbietungen inszeniert und auf die Bühne gebracht werden können. Bewerbungen einreichen können alle Kulturschaffenden mit engem Bezug zu Langenthal und der Region. Die Jury, bestehend aus Mitgliedern der Kulturkommission und der Kulturbeauftragten, wird die Projekte beurteilen und dem Gemeinderat zum Entscheid unterbreiten. Die Teilnehmenden werden bis zirka Mai 2011 benachrichtigt. Die Kulturpreisverleihung findet 2011 statt. Die öffentliche Präsentation des oder der ausgezeichneten Projekte richtet sich nach deren Realisierbarkeit im Jahr 2011 oder auch 2012.

Die totale Preissumme zur Umsetzung der Projekte beträgt maximal 20 000 Franken. Dieser Betrag kann einem Kulturprojekt zugesprochen werden oder in Tranchen auf verschiedene aufgeteilt werden. Die eingegangenen Projekte werden dafür ausschlaggebend sein.

www.langenthal.ch/de/kultur