Krankenkassenprämien 2013
Krankenkassenprämien steigen im Kanton Zürich um 2,1 Prozent

Das Bundesamt für Gesundheit hat heute die Krankenkassenprämien 2013 bekannt gegeben. Die Prämien für grundversicherte Erwachsene steigen im Kanton Zürich um durchschnittlich 2,1 Prozent und bleiben unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.

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Krankenkassenprämien steigen im Durchschnitt um 1,5 Prozent. (Archiv)

Krankenkassenprämien steigen im Durchschnitt um 1,5 Prozent. (Archiv)

Keystone

Aus Sicht der Gesundheitsdirektion ist die Prämienerhöhung angesichts der grossen Überschussreserven der Krankenkassen von über 600 Millionen Franken im Kanton Zürich unnötig.

Die Krankenkassenprämien für grundversicherte Erwachsene steigen im Kanton Zürich für 2013 um durchschnittlich 2,1 Prozent. Über die ganze Schweiz gesehen, liegt die Zunahme bei 1,5 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit heute bekannt gegeben hat.

Die Prämien für Erwachsene im Kanton Zürich bleiben mit rund 385 Franken pro Monat aber weiterhin leicht unter dem Schweizer Durchschnitt.

Im Vergleich mit den vier anderen Standortkantonen von Universitätsspitälern sind die Prämien 2013 im Kanton Zürich rund
10 bis 30 Prozent niedriger.

Geringer als in den Vorjahren

Der Prämienanstieg 2013 fällt im Kanton Zürich viel geringer aus als in den Vorjahren. Die deutliche Reduktion des Prämienanstiegs ist zwar erfreulich, die Prämienerhöhung im Kanton Zürich ist aber aus Sicht der Gesundheitsdirektion unnötig.

Die Krankenversicherer scheinen ihre bisherige Praxis fortzusetzen, im Kanton Zürich zu hohe Prämien festzulegen. Bereits 2010 und 2011 musste der Zürcher Prämienzahler Prämiensteigerungen von 8,9 Prozent und 6,8 Prozent hinnehmen, obwohl die Kosten im Kanton Zürich jeweils effektiv nur um 1,8 Prozent und 0,8 Prozent gestiegen waren.

Auch 2012 und 2013 liegen die Prämien im Kanton Zürich über den von den Krankenversicherern prognostizierten Kosten.

Zu hohe Prämien führen zu massiver Reserveüberdeckung im Kanton. Da die Prämien im Kanton Zürich nicht nur 2010 und 2011 über den effektiven Kosten lagen, ist in den letzten Jahren im Kanton Zürich eine massive Reserveüberdeckung entstanden.

Der Bund hat zwar den Kantonen in diesem Jahr keine Informationen mehr zur Reservesituation der Krankenversicherer zur Verfügung gestellt.

Kalkulationen der Kantone

Kalkulationen der Kantone zeigen aber, dass die überschüssigen Reserven im Kanton Zürich teilweise auch wegen veränderter Anlagevorschriften im Jahr 2011 auf insgesamt rund 632 Millionen Franken gestiegen sind.

Dies entspricht einem Überschuss von rund 15 Prämienprozenten. Die Krankenversicherer glichen mit der grossen Überdeckung im Kanton Zürich Unterdeckungen in anderen Kantonen aus - die zu hohen Zürcher Prämien ermöglichten den Krankenversicherern also, in anderen Kantonen zu niedrige Prämien zu verlangen.