Spatenstich
Kofmehl startet das Unternehmen Lärmschutzwand

Mit einem offiziellen Spatenstich dokumentierten gestern die Kulturfabrik Kofmehl, dass sie das Unternehmen Lärmschutzwand ernst nimmt. „Bis Ende Jahr muss sie fertig sein", meint Betriebsleiter Pipo Kofmehl.

Wolfgang Wagmann
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Die Kulturfabrik Kofmehl wird im Osten könftig durch einen eigentlichen Lärmtunnel abgeschirmt
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Zwischen der Westumfahrungsbrücke und dem Kofmehl wird die Lärmschutzwand errichtet
Für die Gäste wirds in der Nordostecke wohl etwas enger
Für den Spatenstich wurden extra Helme angefertigt
Die Baustelle ist mit Latten gesichert
Der offizielle Spatenstich erfolgt
Spatenstich für die Lärmschutzwand beim Kofmehl
Mit Helm und Schaufel Rolf Studer, Präsident der Stiftung für Jugendkultur im Kanton Solothurn und Kulturfabrik-Betreibsleiter Pipo Kofmehl sind zuversichtlich

Die Kulturfabrik Kofmehl wird im Osten könftig durch einen eigentlichen Lärmtunnel abgeschirmt

Wolfgang Wagmann

Vieles hängt jedoch auch von den Lieferzeiten für die einzelnen Elemente ab. „Wenn alles gut geht, könnte wir auch Ende Oktober fertig sein", hofft Rolf Studer, Präsident der Stiftung für Jugendkultur im Kanton Solothurn, die auch für die Finanzierung der Lärmschutzwand sorgen soll. Unterstützt wird die Stiftung durch die jugendliche Crew des Kofmehl selbst so will die rund zwölfköpfige Tool-Crew der Kulturfabrik mit Eigenleistung ihren Anteil leisten, eine andere Gruppe unter Dennis Drews hat bereits mit einer Märetstand-Aktion 2140 Franken zusammengebracht.

„Wir werden sich an Anlässen im Kofmehl selbst aktiv werden und weiter sammeln", verspricht Drews. Dazu seien weitere 1000 Franken bei ihm eingegangen, betont Studer. „Und wir sind mit namhaften Sponsoren im Gespräch. Diese freut vor allem, dass die Jugendlichen selbst hinter dem Projekt stehen und sich dafür engagieren." Auch aus diesem Grund sieht der Stiftungsratspräsident für die Finanzierung des Vorhabens, das immerhin gegen 150 000 Franken kosten dürfte, zuversichtlich entgegen.

Damit bis 3 Uhr offen ist

Unter Druck steht die Kulturfabrik nicht nur, weil die Lärmschutzwand von Amtes wegen bis Ende Jahr stehen muss. Denn mit dem neuesten Urteil des Verwaltungsgerichts (wir berichteten) könnte die zuletzt verfügte Schliessungszeit von 2 Uhr wieder auf 3 Uhr nach hinten verlegt werden.

Nebst der Lärmschutzwand verlangte das Gericht auch Optimierungen im Betriebskonzept, um ausserhalb des eigentlichen Kofmehl-Areals jeglichen Lärm zu vermeiden. „Dafür brauchen wir mehr Personal im Aussenbereich, auch ehrenamtliches", ist sich Pipo Kofmehl im Klaren, dass das Sicherheitskonzept nochmals ausgeweitet und noch mehr perfektioniert werden muss. Ein Knackpunkt sei noch die Brücke unter der Westumfahrung, die generell und nicht nur von Kofmehl-Gästen als Parkplatz genutzt wird. „Die Verantwortlichkeit für diesen Bereich ist noch zu klären", meint Kofmehl, der für dortige Lärmquellen nicht generell geradestehen möchte.

Die Lärmschutzwand ist eigentlich ein Lärmschutztunnel, denn die Wand erhält oben ein Dach, das entlang der Ostwand der Kulturfabrik mit dieser verbunden sein wird. Das Baugesuch ist bereits bewilligt, nach neusten Pälnen soll die Wand entlang der ganzen Ostgrenze des Kofmehl-Areals verlaufen. Martin Stebler von den planenden SSM Architkten Solothurn: „Auf ein Betonfundament kommt eine Aussenwand aus Metallteilen, innen werden diese aus akustischen Gründen mit zemtentgebundenen Holzplatten verkleidet."