Heimenhausen
Kinder lernen mit der Pro Natura Oberaargau die Natur kennen

Die Luft ist noch frisch, als sich die drei Mädchen Salta, Selina und Florina und die vier Buben Tim, Samuel, Johannes und Basil am Waldrand bei Heimenhausen am Morgen treffen. Pro Natura lässt die Kinder im Oberaargau die Natur erleben.

Natalie Brügger
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Konzentriert schnitzt Tim seinen Namen in den Stecken bei seinem Bäumchen.

Konzentriert schnitzt Tim seinen Namen in den Stecken bei seinem Bäumchen.

Die Leiterin Claudia Rust und der Oberaargauer Pro Natura Präsident Mario Fracheboud freuen sich, dass fast alle der Gruppe «Salamander» da sind. Gleich zu Beginn wird gerätselt und gespielt. «Ein grüner Sänger sitzt im Schilf und singt sein uraltes Lied», gibt Claudia den Kindern zum überlegen.

Sie hat den Satz noch nicht beendet, als schon die ersten Antworten kommen. Klar, es kann nur der Frosch sein. Auch die Bäume und die Fledermaus sind schnell gefunden. Den Namen des Tieres des Jahres (Braunes Langohr) wissen die Kinder zwar nicht auswendig, machen aber dafür im anschliessenden Fledermaus- und Insektenspiel ausgelassen mit. Nach dieser Aufwärmrunde folgt ein kurzer Fussmarsch in den Wald.

Im letzten Jahr hat die Gruppe hier Edelkastanien, Eichen und Ahorne gepflanzt. Diese gilt es nun, mit einem Gitter vor den Rehen zu schützen. Nicht alle Namensschilder, welche die Kinder beim Pflanzen angebracht haben, haben den Winter überstanden. Manche sind gebrochen, Tims Bäumchen ist gar nicht mehr zu finden. Kein Problem, es wurden mehrere gepflanzt. Die nächste halbe Stunde verläuft ein bisschen chaotisch, aber am Schluss hat jeder sein Bäumchen gut eingepackt. Wer früher fertig war, hat den anderen geholfen.

Zwei Teiche für die Kröten

Der Besuch der Jugendgruppe macht allen viel Spass. Basil erzählt, dass er mit seinen Eltern einmal im Monat hierher kommt, um nach seinem Bäumchen zu sehen. Salta geniesst die Salamander-Tage, «obwohl ich manchmal etwas früh aufstehen muss», wie sie lachend erzählt. Wie sehr es den Kindern zwischen 8 und 13 Jahren gefällt, sieht man spätestens beim Besuch der Grube in Heimenhausen.

Dort haben die Kinder zwei kleine Teiche, welche den «Glögglifrosch» (Geburtshelferkröte) wieder in die Gegend locken sollen. Beim grösseren haben sie die schwarze Abdichtfolie mit Material verdeckt und aus groben Kieseln eine Mauer gebaut, den kleineren haben sie gleich selber erstellt. In der Grube wird zuerst gemütlich aus dem Rucksack verpflegt und danach bleibt auch Zeit, herumzutollen und zu spielen.

Im Vorbeigehen Natur entdecken

Mario Fracheboud weiss auf alle Fragen der Kinder eine Antwort und weist auf vieles hin, welches nicht auf den ersten Blick zu sehen ist. Seien dies Rehspuren im Lehm oder die Entstehung der verschiedenen Gesteins- und Sandschichten in der Grube. Die Kinder lernen - sozusagen im Vorbeigehen - vieles über ihre Umgebung. Als krönenden Abschluss setzt Mario Fracheboud Kaulquappen aus dem eigenen Biotop in den neuen Weihern aus.

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