Verkauf
Käufer gesucht - «My Stop» bei Affoltern am Albis ist am Ende

Der erst fünfjährige Bau soll verkauft werden: Die Autobahnraststätte über der A4 bei Affoltern am Albis machte von Anfang an nur Verluste.

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Raststätte My Stop im Zürcher Säuliamt bei Affoltern am Albis.

Raststätte My Stop im Zürcher Säuliamt bei Affoltern am Albis.

Keystone

Die Autobahnraststätte über der A4 bei Affoltern am Albis floppt: Die Autofahrer stoppen zwar, doch die Meisten frequentieren lediglich den Tankstellen-Shop. Dieser Zustand besteht seit der Eröffnung vor fünf Jahren. Die Raststätte macht seither permanente Verluste. 2013 konnte ein Konkurs knapp abgewendet werden.

Zwar seien die Frequenzen auf der Raststätte im 2014 leicht steigend gewesen, aus eigener Kraft sei aber keine Befreiung aus der schlechten Lage möglich, sagte Benedikt Höhn von Zetra International, die für die Restrukturierung zuständig ist, gegenüber dem «Anzeiger des Bezirks Affoltern». Die Verschuldung sei zu hoch, denn der Bau war einfach zu teuer.

Die Aktionäre der Autobahnraststätte A4 AG haben an einer ausserordentlichen Generalversammlung am Montag den Verwaltungsrat dazu ermächtigt, einen Investor für das Gebäude zu suchen. «Verhandlungen laufen nach wie vor. Sie sind nicht ganz einfach. Mit einem möglichen Investor sind sie aber schon ziemlich weit fortgeschritten», sagte der neue Verwaltungsratspräsident Peter Zgraggen.

Wenig Fernverkehr und viele Pendler

Gemäss Zgraggen liegen die Gründe für das Debakel darin, dass man vor der Eröffnung der A4 von Frequenzen ausging, die nicht eintrafen, wie die «NZZ» schreibt. Ausserdem gibt es auf diesem Abschnitt der A4 eher wenig Fernverkehr, dafür viele Pendler. Denn die Tankstelle und der Kiosk liefen gut, nicht aber die Shops und das Restaurant.