Finanzplanung
Kantonsrat lehnt Kürzung des Opernhaus-Beitrags ab

Das Zürcher Opernhaus wird weiterhin vom Kanton mit rund 80 Millionen Franken jährlich unterstützt. Der Kantonsrat lehnte es in der KEF-Debatte vom Montag mit 90 zu 80 Stimmen ab, den Beitrag um 5 Prozent zu senken.

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Das Zürcher Opernhaus wird weiterhin vom Kanton mit rund 80 Millionen Franken jährlich unterstützt.

Das Zürcher Opernhaus wird weiterhin vom Kanton mit rund 80 Millionen Franken jährlich unterstützt.

Keystone

Gefordert hatte die Reduktion die SVP. Angesichts der schwierigen finanziellen Aussichten des Kantons müsse auch das Opernhaus einen Sparbeitrag leisten, sagte Rochus Burtscher (SVP, Dietikon).

Der neue Intendant Andreas Homoki müsse unter Beweis stellen, dass er auch mit etwas weniger Geld gute Arbeit leisten könne. Es handle sich um eine minimale Kürzung.

Schlechter Zeitpunkt

Die Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) lehnte diese Erklärung zum Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) ab. Der Zeitpunkt für eine Kürzung sei denkbar schlecht, sagte KBIK- Präsident Ralf Margreiter (Grüne, Zürich).

Es sei ungewiss, ob es dem neuen Intendanten gelingen werde, die Reduktion des Staatsbeitrages mit zusätzlichen Sponsorengeldern aufzufangen. Das Opernhaus dürfe nicht ausgehungert und zu einer «Wohlfühloase für Gutbetuchte» werden, warnte Moritz Spillmann (SP, Ottenbach).

Andreas Homoki wolle neue Wege beschreiten und das Opernhaus volksnäher machen. «Es wäre schlichtweg dumm, in dieser Übergangsphase einen Sparkurs zu verordnen.»

Filmfestival erhält weiterhin Geld

Unterstützung erhielt die SVP von GLP, CVP und EDU. Die Grünliberalen sparten lieber beim Opernhaus als bei Massnahmen, die zu einer nachhaltigen und umweltbewussten Gesellschaft beitragen, sagte deren Sprecher Andreas Erdin (Wetzikon). Um die Einnahmen zu steigern, müsse das Opernhaus allenfalls auch die Eintrittspreise anheben.

Keine Chance hatte die SVP auch mit der Forderung, die jährlichen Lotteriefonds-Beiträge an das «Zurich Film Festival» zu streichen. Die KEF-Erklärung wurde mit 111 zu 58 Stimmen deutlich.