az-Mediencamp
Kamera ab: Ein Ausflug in die digitale Welt von Tele M1

Auch wenn der Fokus im az-Mediencamp auf dem Zeitungsjournalismus liegt, bleibt Zeit, auch andere Formen der Kommunikation zu erforschen. Am besten geht das, wenn das Zielmedium auch gleich im AZ Mediencenter in Aarau untergebracht ist.

Sandra Binzegger
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Im Fernsehstudio von Tele M1 - eine Erfahrung der besonderen Art
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Ausflug in die digitale Welt
Videobearbeitungsraum - Einblicke in eine andere Welt

Im Fernsehstudio von Tele M1 - eine Erfahrung der besonderen Art

AZ

Die Vorderansicht, nämlich vom bequemen Sofa aus auf die Flimmerkiste, kennen wir alle. Doch was braucht es, bis die allabendlichen News, die Sendung Tierisch oder die teils hitzigen Diskussionen von Duell Aktuell über den Sender gehen? Die Antwort lautet: Ganz viel Technik.

Einmal um die Welt

Unglaubliche 36 Kilometer Kabel, Luftlinie zwischen Aarau und Zürich, wurden allein im Serverraum und technischen Herzen des Regionalfernsehsenders Tele M1 verlegt. Lässt man das eigene Vorstellungsvermögen noch die anderen Vernetzungen dazu zählen, so reichen diese sicher für eine Reise um die Welt. Doch nicht nur die Besichtigung des Technikraums stand auf dem Programm. Es gab weitere, spannende Einblicke in das Archiv und in diverse Tonaufnahme- und Videobearbeitungsräume. Nachdem das Rätsel um die ominösen blauen und grünen Studioleinwände gelöst war, lag die Aufmerksamkeit voll und ganz beim Aufnahmestudio vom Nachrichtenmagazin AKTUELL.

Nur einmal kurz auf das Gaspedal

Dass die Nachrichtenmoderatoren nicht mehr alles schön brav auswendig lernen, scheint heutzutage kein grosses Geheimnis mehr zu sein. Der Teleprompter brachte in diesem Zusammenhang eine wesentliche Erleichterung. Selbst einmal hinter dem Moderationspult und im grellen Scheinwerferlicht zu stehen, machte den wahren Wert dieser Vereinfachung erst richtig deutlich. Einzig die Bedienung des kleinen Fusspedals zur Tempo-Bestimmung des Abspanns, vergleichbar mit dem Leistungsregler einer Nähmaschine, will gelernt sein. Bei der ersten meist etwas energischen Probe aufs Exempel, verschwand der Text oft schon bevor man ihn überhaupt zum Besten geben konnte.

Kommandozentrale

Nicht weniger Eindruck machte der Regieraum. Ein Bildschirm reiht sich an den anderen und es hat Tasten und Regler soweit das Auge reicht. Kurz vor Aufnahmebeginn der Live-sendung geht es hier hektisch zu und her. Videobeiträge treffen teils nur Sekunden vor der geplanten Verwendung ein. Und spätestens an diesem Punkt wurde allen bewusst wie unterschiedlich und doch gleich die beiden Medien sind. Auch im Zeitungsjournalismus kommen alle Fäden irgendwann an einem zentralen Punkt zusammen. Um ein paar Erkenntnisse und Erfahrungen reicher, machten sich die Nachwuchsjournalisten wieder an Ihre eigene Schreibarbeit.

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