Lyss
Kambly schliesst Betrieb in Lyss - Personal wird weiterbeschäftigt

Der Schweizer Gebäck- und Biskuithersteller Kambly schliesst im kommenden Jahr sein Werk in Lyss und konzentriert seine gesamte Produktion in Trubschachen. Die rund 70 in Lyss beschäftigten Personen will Kambly im Emmentaler Dorf weiterbeschäftigen.

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Keystone

Kambly-Generalsekretär Rudolf P. Winzenried begründete am Dienstag die Massnahme auf Anfrage mit dem starken Franken. Sein Unternehmen erziele die Hälfte des Umsatzes mit Exporten. Wegen der starken Schweizer Währung schwinde die nötige Gewinnmarge, weshalb eine Produktivitätssteigerung nötig sei.

Winzenried ergänzte mit diesen Aussagen eine am Vortag regionalen Medien verschickte Mitteilung.

Zur Steigerung der Produktivität vergrössert Kambly derzeit auch das Werk in Trubschachen. So finden die Anlagen Platz, welche derzeit in Lyss stehen.

Transport der Angestellten von Lyss nach Trubschachen

Kambly will den Lysser Angestellten nach der Standortkonzentration während zwei Jahren den dadurch entstehenden zeitlichen und finanziellen Mehraufwand abgelten. Auch wird das Berner Traditionsunternehmen den Transport der Angestellten von Lyss nach Trubschachen organisieren.

Ziel von Kambly ist es, bis etwa Mitte 2013 die Standortkonzentration abgeschlossen zu haben. Das Familienunternehmen bietet insgesamt 440 Personen einen Arbeitsplatz und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 165 Millionen Franken. Exportiert wird in über 50 Länder.

In Lyss geht Tradition zu Ende

Mit der Schliessung des Lysser Werks geht dort eine lange Feinbäckertradition zu Ende. Denn die Seeländer Produktionsstätte von Kambly geht auf die Traditionsfirma Arni zurück, welche Kambly 1999 von Coop übernahm.

Für das Gelände in Lyss führt Kambly Verhandlungen mit einem Investor, der daran interessiert ist, dort Wohnungen zu erstellen.

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