Steuern
Kalte Progression soll im Kanton alle zwei Jahre ausglichen werden

Die kalte Progression soll im Kanton Zürich in Zukunft alle zwei Jahre automatisch ausgeglichen werden. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) beantragt dem Kantonsrat einstimmig, der Vorlage der Regierung zuzustimmen.

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Kalte Progression soll im Kanton alle zwei Jahre ausglichen werden.

Kalte Progression soll im Kanton alle zwei Jahre ausglichen werden.

Keystone

Von kalter Progression spricht man, wenn das Einkommen aufgrund des Teuerungsausgleichs steigt und die Betroffenen dadurch in eine höhere Tarifstufe rutschen und mehr Steuern bezahlen müssen. Auf Anfang 2011 hat der Bund für die direkte Bundessteuer einen automatischen jährlichen Ausgleich der kalten Progression eingeführt.

Im Kanton Zürich galt bislang eine Regelung, nach der die Regierung die Teuerung in den Steuertarifen und Steuerabzügen ausgleichen konnte, wenn diese 4 Prozent erreicht hatte. Bei einer Teuerung von 7 Prozent bestand die Pflicht zum Ausgleich. Massgeblich war jeweils das Inkrafttreten der letzten Änderung.

Bei negativer Teuerung kein Ausgleich

Die geplante Steuergesetzänderung sieht nun vor, die kalte Progression jeweils zwingend auf Beginn jeder zweijährigen Steuerfussperiode auszugleichen und zwar unabhängig von der Höhe der aufgelaufenen Teuerung. Massgebend ist jeweils der Landesindex im Mai des Vorjahres. Nur bei einer negativen Teuerung erfolgt kein Ausgleich.

Erstmals soll die neue Regelung für die Steuerfussperiode 2014/15 angewendet werden. Für den Kanton vermindern sich dadurch die Steuereinnahmen. Bezogen auf die Staatssteuererträge 2002 bis 2011 sei die Gesetzesänderung mit geringeren Steuereinnahmen von rund 60 Millionen Franken verbunden, heisst es in der Mitteilung.

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