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Journalismus heisst auch Ausschwärmen in alle Richtungen

Nachdem uns gestern das Wasser, in welches wir hineingeworfen wurden, noch kalt vorkam, hatten wir uns heute bereits auf Betriebstemperatur aufgewärmt.

Wanda Siegenthalerund Laura Koller
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Laura schreibt und Reto denkt nach.

Laura schreibt und Reto denkt nach.

Wanda Siegenthaler

Nachdem uns gestern das Wasser, in welches wir hineingeworfen wurden, noch kalt vorkam, hatten wir uns heute bereits auf Betriebstemperatur aufgewärmt. Um uns auch in der heutigen Redaktionssitzung über Wasser halten zu können, galt der erste Blick der aktuellen Ausgabe der az Aargauer Zeitung. Beim Anblick unserer eigenen Beiträge konnten wir uns ein freudiges Schmunzeln nicht verkneifen. Nach der Sitzung schwärmten alle aus, um ihren individuellen Arbeiten nachzugehen.

Alle im Camp fanden im vielseitigen Themenmix eine Geschichte, die ihrem Gusto entsprach. Jeder und jede wurde mit ganz unterschiedlichen Problemen und Erlebnissen konfrontiert. So mussten wir beispielsweise erkennen, dass es gar nicht so einfach ist, für eine Umfrage fünf unterschiedliche Menschen für ein Statement zu gewinnen.

Es kann auch vorkommen, dass man sich bei brühender Hitze zu einer Wanderung überwinden muss. Die beiden Schwimmbadreporterinnen durften selber nicht einfach ins kühle Nass springen. Sie fotografierten und befragten Badegäste.

Die Arbeit an einem Bericht kann aber auch derart fesselnd sein, dass man darüber sogar das Mittagessen vernachlässigt. Journalismus kann also durchaus Spass machen. Wenn man beispielsweise bei einer Reportage mit Getränken bestens versorgt wird, um eine Wartezeit zu überbrücken.

«Dieses Filmarchiv ist sozusagen das Gedächtnis der Region», erklärte uns unser Mentor Peter Siegrist während des Rundgangs durch die Studios des Regionalsenders Tele M1. Dort erhielten wir einen Einblick in eine andere Form des Journalismus. Wir bemerkten, dass das Filmen andere Probleme mit sich bringt als das Schreiben. Ein Fehler bei der Livesendung oder ein zu schnell laufender Text auf dem Tele-Prompter kann einem am Schreibtisch nicht passieren.

Nach einem solchen Tag voller multimedialer Informationsflut ziehen wir uns gerne in die Ruhe am Waldrand zurück, geniessen das Nachtessen von Koch Toni Widmer, um für den nächsten Tag gewappnet zu sein.

az.camp@azmedien.ch

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