Steuern
Ittigen nähert sich beim Steuerfuss immer mehr Spitzenreiter Muri

Die Gemeinde Ittigen wird in der Agglomeration Bern immer mehr zur zweiten Steueroase neben Muri bei Bern. Nach einer erneut ausgezeichneten Rechnung beabsichtigt der Ittiger Gemeinderat, den Steuerfuss zum dritten Mal hintereinander zu senken.

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Steuern bezahlen tut niemand gerne – es muss aber trotzdem gemacht werden

Steuern bezahlen tut niemand gerne – es muss aber trotzdem gemacht werden

Keystone

Ittigen hat die Rechnung 2010 bei Totaleinnahmen von 68 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 6,7 Mio. abgeschlossen - mehr als doppelt so gut wie budgetiert. Das teilte die Gemeinde am Dienstag mit.

Deshalb beabsichtigt der Gemeinderat, fürs Jahr 2012 erneut die Steuern zu senken, nachdem Ittigen bereits in den vergangenen zwei Jahren den Gemeindesteuersatz in zwei Schritten von 1,24 auf heute 1,14 Einheiten verringerte.

Für 2012 liege eine Reduktion um «im Minimum» 0,5 Steuerzehntel drin, sagte Gemeindepräsident Beat Giauque auf Anfrage. Allerdings werde der Gemeinderat den Vorschlag zur Senkung der Steuern erst bei der Ausarbeitung des Budgets und des Finanzplans im Sommer beschliessen.

Ittigen wird also im nächsten Jahr dem Spitzenreiter Muri, dessen Gemeindesteuerfuss 0,99 Einheiten beträgt, sehr nahe kommen oder sogar überflügeln. Sprach doch der Muriger Gemeinderat im vergangenen Herbst von einer möglichen Steuererhöhung für 2012.

Den Ertragsüberschuss will der Ittiger Gemeinderat für zusätzliche Abschreibungen und zur Erhöhung des Eigenkapitals verwenden. Stimmt der Souverän zu, erhöht sich dieses auf 16,7 Mio. Franken, was sechs Steuerzehnteln entspricht.