Winterwetter
Ist der Schneespuk schon wieder zu Ende?

Der viele Schnee beschäftigte die Verkehrsteilnehmer mehr als die Winterdienste. Diese kennen nämlich die Prognosen genau und wissen, dass der Scheespuk wohl schon bald wieder vorbei.

Urs Byland
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Schneebaum
7 Bilder
Schneeschaufeln in Herzogenbuchsee
Schneebilder aus dem Oberaargau
Schneeweg bei Huttwil
Sattelschlepper steht quer
Schneevelo in Langenthal
Vor Aarwangen

Schneebaum

Urs Byland

Hanspeter Zingg, Leiter vom Werkhof in Langenthal, hat auf gestern Morgen den Wecker früh gestellt. «Laut Vorhersagen sollte es bereits um drei Uhr morgens schneien.» Der Schnee kam dann ab vier Uhr und genau zum Morgenverkehr so heftig, dass die Mitarbeiter vom Werkhof alle Hände voll zu tun hatten, um wenigstens die neuralgischen Stellen der Langenthaler Strassen schwarz zu räumen.

«Die Unterführung bei ‹Ammann› ist heikel. Wenn dort ein Sattelschlepper quer steht, können wir es vergessen.» Ebenfalls schwarz geräumt sein sollten die Strassen Brunnenrain hoch ins Schoren-Quartier und die Thunstettenstrasse runter zur Firma Kadi. Auf beiden Strassenabschnitten verkehren die Busse.

Vorne pflügen und hinten salzen, habe gestern die Devise gelautet: «Sonst hat man keine Chance.» Aussergewöhnlich war der kalte Strassenkörper, der den nassen Schnee vereisen liess. Grössere Verkehrsstockungen habe es aber seines Wissens bis zum frühen Abend nicht gegeben.

Oberaargau besonders betroffen

Die Feuerwehren von Buchsi-Oenz und von Langenthal hatten einen ruhigen Tag. Einzig die Langenthaler mussten kurz den Verkehrsdienst aufbieten, um Fahrzeuge Richtung Aarwangen aufzuhalten. Dort seien zwei Sattelschlepper quer gestanden. Die Gefahr von Wasserleitungsbrüchen, wie sie mit den wärmeren Temperaturen drohen, sei aber noch nicht vorbei. Noch sei der Boden gefroren. Nicht so in der Stadt Bern, wo die Berufsfeuerwehr Bern bis zum frühen Nachmittag bereits siebenmal wegen Wasserleitungsbrüchen ausrücken musste.

Keine Probleme hatte Herbert Brügger, Leiter des Werkhofs Wangen an der Aare. «Es schneit», sagte er nur. Sechs Fahrzeuge stünden im Einsatz, gelenkt von den drei Werkhofmitarbeitern oder Bauern.

Über 70 Unfälle

Auf den Strassen des Kantons wurden laut Polizei gestern über 70 Unfälle registriert. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschaden. Die Region Mittelland-Oberaargau wurde besonders betroffen.

Gegen 9 Uhr kam in Wynigen ein Lieferwagen von der Strasse ab und kippte um. Der Fahrer blieb unverletzt. In Niederhünigen kam gegen 8.15 Uhr ein Auto nach einem Selbstunfall von der Strasse ab und landete in einem Bach. Die unverletzte Lenkerin konnte sich selber befreien. In Wiedlisbach ereignete sich gegen 7.15 Uhr eine Auffahrkollision mit drei Fahrzeugen. Es wurden keine Personen verletzt, es kam jedoch zu Verkehrsbehinderungen.