Initiativen Kanton Zürich
Initiativen zu bezahlbar Wohnen und Klassengrösse zustande gekommen

Die Volksinitiativen «Bezahlbar Wohnen im Kanton Zürich» und «Mehr Qualität im Unterricht dank kleinerer Klassen (Klassengrössen-Initiative)» sind beide zustande gekommen, wie die Direktion der Justiz und des Innern am Freitag mitteilte.

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Die Klassengrössen-Initiative fördert maximal 20 Schüler pro Klasse.

Die Klassengrössen-Initiative fördert maximal 20 Schüler pro Klasse.

bz/Archiv

Die kantonale Initiative war am 2. Oktober mit mehr als 7000 Unterschriften eingereicht worden. Für das Zustandekommen sind 6000 gültige Unterschriften nötig. Zentrales Anliegen der Initianten ist es, gemeinnützigen Wohnbauträgern gleich lange Spiesse wie Privaten in die Hand zu geben und damit den Schwund von preisgünstigen Wohnungen aufzuhalten.

Zu diesem Zweck verlangen sie namentlich die Schaffung eines kantonalen Wohnraumfonds und dessen Verankerung in der Verfassung. Aus dem Fonds soll der Kanton gemeinnützige Wohnbauträger beim Kauf von Land und Liegenschaften unterstützen. Finanziert werden soll der Fonds langfristig dadurch, dass Zinserträge und Rückzahlungen wieder zurückfliessen.

Klassengrössen-Initiative zustande gekommen

Ebenfalls zustande gekommen ist die kantonale Volksinitiative «Mehr Qualität im Unterricht dank kleinerer Klassen (Klassengrössen-Initiative)».

Hinter der Initiative steht die EVP des Kantons Zürich. Diese hatte das Volksbegehren am 21. September mit 8888 Unterschriften eingereicht. Nötig sind 6000 Unterschriften.

20 Schüler pro Klasse

Die Initiative der EVP verlangt, dass künftig ein Maximum von 20 Schülerinnen und Schülern pro Klasse gilt. Nach Ansicht der Initianten können moderne Unterrichtsformen in überfüllten Klassenzimmern nur stark eingeschränkt oder gar nicht anwendet werden. Es brauche deshalb eine Reduktion der Klassengrössen.

Heute gilt an der Zürcher Volksschule eine Obergrenze von 25 Kindern pro Klasse. Vorübergehend dürfen aber bis zu 28 Kinder in einem Schulzimmer sitzen, ohne dass Massnahmen ergriffen werden müssen.