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Im Schorenweiher schwimmt ein neuer Schwarzhalschwan

Der knapp zehnjährige Schwarzhalsschwan im Schorenweiher hat Mitte August eine Kollegin erhalten. Sie haben sich von Beginn an gut verstanden. Der neue gebärdet auch mal als guter Onkel.

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Vertragen sich gut: der ältere Schwarzhalsschwan (links) und das junge, neu zugekaufte weibliche «Gspänli».

Vertragen sich gut: der ältere Schwarzhalsschwan (links) und das junge, neu zugekaufte weibliche «Gspänli».

Hans Mathys

Im Frühjahr hatte eine Marder-Attacke den Tierbestand im Langenthaler Schorenweiher schrumpfen lassen. Dem Marder zum Opfer fiel zuerst ein weiblicher Schwan – und zwei Wochen später eine Hawaii-Gans. Dieser schlechten Nachricht folgt nun die gute: Seit Mitte August hat der einsame, geschätzte zehn Jahre alte Schwarzhalsschwan wieder ein «Gspänli». Er verträgt sich mit diesem ausgezeichnet.

Beim Kauf des rund neun Monate jungen Schwarzhalsschwanweibchens für 400 Franken kamen Weiherwärter Peter Schnyder seine bisherigen Kontakte zum Natur- und Tierpark Goldau zugute. Der 1925 gegründete Park beherbergt auf 34 Hektaren über 100 Tierarten, darunter Schwarzhalsschwäne. Er ist ein wissenschaftlich geführter Zoo, der sich für die Aufzucht bedrohter oder ausgestorbener Tierarten einsetzt.

Keinerlei Aggressionen

Zwischen dem jungen, neu zugekauften weiblichen Schwan und dem älteren Schwan habe es keinerlei Aggressionen gegeben, sagt Kurt Häni, Mitglied der Schorenweiher-Kommission. Er muss es wissen, wohnt er doch gleich beim Weiher und beobachtet das Geschehen am bei Jung und Alt beliebten Naherholungsort täglich. Er hat sogar festgestellt, dass sich der Schwarzhalsschwan als «eine Art guter Onkel» erwiesen hat.

Häni: «Die Nonnengänse bekamen Junge. Als aufmerksame und besorgte Eltern liessen sie fortan keine anderen Tiere mehr in ihre und der Jungen Nähe.» Die Eltern seien auf alles losgegangen, was sie als gefährlich erachteten. Einzig der Schwarzhalsschwan sei noch in ihrer Nähe geduldet worden, sagt er. «Lustig anzusehen war dann, wie der Schwan mit seinem langen Hals jenen jungen Nonnengänsen einen Schubs gab, die sich nach seinem Dafürhalten etwas zu weit von den Eltern entfernt hatten.» Häni und die regelmässigen Besucher hoffen, dass die aktuelle Schorenweiher-Idylle noch lange anhält. (hml)

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