Langenthal
Im Kader des Inforamas brodelt es

Das landwirtschaftliche Kompetenzzentrum Inforama erhält einen Interimschef: Hans Peter Baumann übernimmt die Leitung, bis die neue Organisation mit zwei Co-Leitern eingeführt werden kann.

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Inforama in Langenthal

Inforama in Langenthal

Inforama

Künftig sollen die beiden Leitungspersonen der Fachbereiche Bildung und Beratung das Inforama führen, wie das bernische Amt für Landwirtschaft und Natur (Lanat) gestern mitteilte. Diesen Grundsatzentscheid hatte Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) bereits Mitte Mai angekündigt.

Die beiden heutigen Leiter der Bildung (Robert Lehmann) und der Beratung (Martin Jutzeler) signalisierten zwar am Anfang Breitschaft, für die Co-Leitung zu kandidieren, wie das Lanat weiter mitteilte. Sie haben nun jedoch entschieden, für diese Aufgabe nicht zur Verfügung zu stehen. Das Lanat setzt deshalb seinen heutigen Stabschef Hans Peter Baumann als interimistischen Leiter des Inforamas ein. Baumann ersetzt den langjährigen Inforama-Direktor Andreas Gasser, der per Ende Juli zurücktritt. Damit könne der nahtlose Übergang in der Führung gewährleistet werden, schreibt das Lanat weiter.

Gründe für die Rückzieher

Die neuen Organisationsstrukturen sollen bis Ende 2011 umgesetzt werden. Gemäss einem weiteren Grundsatzentscheid Rickenbachers bleibt das Inforama eine Abteilung des Lanat und bietet auch künftig Bildung und Beratung aus einer Hand an. Die umstrittene Trennung dieser Angebote ist damit vom Tisch.

In landwirtschaftlichen Kreisen gibt der Verzicht der beiden designierten Co-Leiter Anlass für Spekulationen. Wie der «Schweizer Bauer berichtet, verlässt Robert Lehmann das Inforama. Er wechselt an die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft, wo er im Bereich Unterricht und Beratung tätig sein wird. Martin Jutzeler wird zitiert, er habe seinen Rückzieher «frei von jeglichem Druck» gefällt.

Gemäss dem Bericht hat mit Samuel Winkler eine weiteres Mitglied der Inforama-Führung gekündigt. Und andere Mitarbeiter sollen nach neuen Jobs Ausschau halten. Auslöser der Kündigungswelle soll der neue Lanat-Chef Urs Zaugg sein beziehungsweise der Sparauftrag des Grossen Rates von 600000 Franken jährlich. Dessen Umsetzung sorge für Unruhe. (sda/uz)

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