Unfall
«Ich brauche Zeit, um das zu verkraften»

Eishockey Der Tod von Michael Jenni (22) erschüttert die Organisation der Huttwil Falcons und das Unternehmen von Markus Bösiger. Gerade weil Jenni kein grosser Eishockeyspieler war.

Klaus Zaugg
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Michael Jenni im Trikot der Huttwil Falcons. mbg

Michael Jenni im Trikot der Huttwil Falcons. mbg

Solothurner Zeitung

Alfred Bohren gilt als ausserordentlich guter Trainer – und als einer der «härtesten Hunde» der Branche. Einer, der unerbittlich, geradeheraus und ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten sagt, was er will und denkt. Nun mag Bohren, der Trainer der Huttwil Falcons, nicht reden. Der Tod seines Spielers Michael Jenni hat ihn tief getroffen. «Mir fehlen die Worte und kann darüber nicht reden. Ich brauche Zeit, um das zu verkraften.»

Die Huttwil Falcons sind ein Teil des Freizeit- und Immobilienkonzerns von Markus Bösiger. So wie Bohren geht es allen. Auch Firmeninhaber Markus Bösiger ringt nach Worten und wirkt sehr, sehr nachdenklich: «Wir sind erschüttert.»

Eben erst zurückgetreten

Michael Jenni ist ein Teil der Huttwil Falcons und der Bösiger AG geworden. Obwohl er kein Leistungsträger war und wegen einer Muskelverletzung seit dem letzten November nicht mehr mit der Mannschaft trainiert hat. Die Falcons hatten per offizieller Medienmitteilung soeben Jennis Rücktritt als Spieler vermeldet.

Tödliche Frontalkollision in Huttwil
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Tödliche Frontalkkollision in Huttwil.
Tödliche Frontalkkollision in Huttwil.
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Tödliche Frontalkollision in Huttwil

Newspictures

Berufliches Glück gefunden

Aber Jennis Wechsel nach Huttwil war im letzten Sommer nicht einfach ein Eishockeytransfer. Der Absolvent einer Sportlerlehre hat bei Markus Bösiger auch eine berufliche Chance gefunden. Er arbeitete im Nationalen Sportzentrum in Huttwil als Allrounder. Das Glück, das ihm als Eishockeyspieler fehlte, hatte er beruflich gefunden und er war bei seinen Mitarbeitern überaus beliebt. Nicht durch eissportliche Heldentaten, sondern durch sein Wesen und Wirken hat er in der Organisation der Huttwil Falcons so viele Sympathien erworben.

Unternehmenssprecher Walter Ryser sagt, man hätte während der Qualifikation das nächste Spiel (am Samstag in Burgdorf) sicherlich abgesagt. «Aber es hat sich gezeigt, dass es jetzt in der Masterround keine Ausweichdaten mehr gibt.» Die Falcons treten in den beiden nächsten Partien mit einem Trauerflor an und werden beim nächsten Heimspiel mit einer Trauerminute Michael Jenni gedenken.

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