Schwingen
Hooligans bleiben Schwingarena fern

Hooligans randalieren in Fussball- und Eishockeystadien und schaden dem Sport. Der Schwingsport hingegen bliebt bis heute von diesen Unruhestiftern verschont.

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Vasilije Mustur

Wochenende für Wochenende pilgern Hooligans, Ultras und Chaoten in Schweizer Fussball- und Eishockeystadien. Recherchen von «a-z.ch» zeigen, dass der Schwingsport von dieser Plage bis heute nicht heimgesucht wurde und dies trotz den steigenden Zuschauerzahlen. «In der Tat: Die Polizei hat während der Veranstaltung in diesem Bereich nichts zu tun,» bestätigt Karl Ritter vom Schwingverband.

Der Verband könne sich das selbst nicht erklären.Walter Leimgruber kann sich dieses Phänomen nur so erklären: «Es hat genug kräftige Männer, um denen Einhalt zu gebieten. Es gibt aber an vielen Festen keine solchen Probleme. Offenbar kommt es stark auf den Charakter der Veranstaltung an, auf die Stimmung, aber auch auf die Leute, die sie anspricht,» sagt der Professor am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel zu «a-z.ch».

Schwingszene bleibt wachsam

Nichtdestotrotz kann Ritter in Zukunft Ausschreitungen oder Zwischenfälle nicht ausschliessen. Der Grund: «Die Zuschauerzahlen vor allem ausserhalb der Arena steigen ständig. Dieses Wochenende erwarten die Organisatoren 200000 Gäste. Damit steigt die Gefahr, dass auch einmal ein paar Idioten darunter sind.» Allerdings hofft der Verband, dass sich die Tradition einer friedlichen Veranstaltung fortsetzen wird.

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