Podiumsdiskussion
Hitziges Streitgespräch unter ehemaligen und Noch-Managern

An einer Podiumsdiskussion zum vom Theaterkurs am Gym Liestal aufgeführten Stück Top Dogs flogen die Fetzen. Das Stück Top Dogs erzählt von verzweifelten Führungskräften, die nach ihrer Entlassung die Ungerechtigkeiten des eigenen Systems erfahren.

Tanja Bangerter
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PodiumPodium "Top Dogs" in der Aula des Gymnasiums Liestal
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PodiumPodium "Top Dogs" in der Aula des Gymnasiums Liestal
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PodiumPodium "Top Dogs" in der Aula des Gymnasiums Liestal
PodiumPodium "Top Dogs" in der Aula des Gymnasiums Liestal

PodiumPodium "Top Dogs" in der Aula des Gymnasiums Liestal

Kenneth Nars

An der Diskussion nahmen Schriftsteller Urs Widmer, Kommunikationsberater René Zeyer, Bankenaussteiger Alexander Hartmann, Anwalt Martin Wagner und Peter Isler von Wilhelm Consulting teil.

Das Stück Top Dogs erzählt von verzweifelten Führungskräften, die nach ihrer Entlassung die Ungerechtigkeiten des eigenen Systems erfahren.

Die Diskussion in der vollbesetzten Aula drehte sich um die gegenwärtige Arbeitssituation in der Finanzwelt und darum wie verzweifelt die meistverdienenden Manager in ihrem Beruf werden können.

Für Zündstoff sorgte der ehemalige BAZ-Verleger Martin Wagner, der vor voll besetzter Aula monierte, dass Entlassungen selbst verschuldet seien.

Heftiger Gegenwind von Schüler

Heftiger Gegenwind kam besonders von einem Schüler, der auf die Misere aufmerksam machte, die entstehe, wenn Menschen ohne Selbstverschulden mit billigeren Arbeitskräften im Ausland ausgetauscht würden.

Der ehemalige Banker Alexander Hartmann stimmte zu, fügte auch an, dass kritisch eingestellte Mitarbeiter, die dem Unternehmen nicht passen entlassen werden können.

Hartmann selbst ist aus seiner Tätigkeit bei einer Bank ausgestiegen und ist heute im Sozialdienst tätig. Die Verzweiflung des einen Charakters des Stücks, der nach einer Entlassung seinen Lebensinhalt verloren sah, kenne er selber nur zu gut, machte Hartmann die Schüler aufmerksam und sorgte für betretenes Schweigen.

Finanzwelt wieder menschlich machen

Auch der Schriftsteller des Stücks Top Dogs Urs Widmer, der eigens nach Liestal gereist war, um an der Diskussion teilzunehmen betonte, dass man müsse die Finanzwelt wieder menschlich machen sollte.

Die Diskussion nähme eine pädagogische Aufgabe war, stellte René Zeyer fest und enervierte sich sichtlich an den Managerfloskeln Wagners.