HESO-Sonderschau
Hier machen rund 1000 Schüler ein Warm-up für die Karriereleiter

Rund 1000 Schüler erhalten am Donnerstag Einblicke in die Berufsbildung. Bei ihrem Besuch an der Sonderschau kommen sie in direkten Kontakt mit Fachleuten und können sich über Berufslehre und Karriere informieren.

Anfdreas Kaufmann
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Andreas Gasche, Geschäftsführer KGV
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Thomas Jenni, Projektleiter Berufsbildung kgv, Beat Lüthi Gebäudehüllen AG undThomas Rufer, ROS Druckerei (von links)
Thomas Jenni, Projektleiter Berufsbildung kgv, Beat Lüthi Gebäudehüllen AG undThomas Rufer, ROS Druckerei (von links)
Thomas Jenni, Projektleiter Berufsbildung kgv, Beat Lüthi Gebäudehüllen AG undThomas Rufer, ROS Druckerei (von links)
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.
Schüler besuchen die HESO-Sonderschau
Rund 1000 Schüler besuchten die Sonderschau.

Andreas Gasche, Geschäftsführer KGV

Andreas Kaufmann

Eine Ausnahme, wer als Jugendlicher vor der Berufswahl steht, und im Angebotsdschungel nicht den Überblick verliert. Für alle anderen schafft heuer die HESO-Sonderschau Abhilfe, indem sie sich der Präsentation verschiedener Berufsbilder widmet.

Der kantonale Gewerbeverband KGV als Organisator der Ausstellung hat es sich zum Ziel gemacht, rund 50 Berufe vorzustellen (wir berichteten). Als roter Faden dient die Frage, welche Berufe in der Planung, Ausführung und im Betrieb der Weissenstein-Seilbahn involviert waren.

Unter anderem richtet sich die Sonderschau nun eben auch direkt an jene, die vor ihrer grossen Entscheidung des zweiten Lebensjahrzehnts stehen.

1000 Schüler von Grenchen bis Erlinsbach nutzen und nutzten zusammen mit ihren Lehrpersonen die Gelegenheit, sich nicht nur über Prospekte und Multimedia-Clips zu informieren, sondern auch durch den direkten Kontakt mit Berufsfachleuten; zunächst mit solchen, die über ihren Einstiegsberuf die Karriereleiter hochgestiegen sind. Und danach an den Präsentationsboxen mit Lehrlingen der einzelnen Berufsgattungen. Ein Wettbewerbs-Fragebogen soll das so Vermittelte vertiefen.

Wer das Zeug zum Lehrling hat...

Am Donnerstag liessen sich Thomas Rufer von der Druckerei ROS AG in Derendingen und Beat Lüthi von Lüthi Gebäudehüllen AG Zuchwil unter Moderation von Thomas Jenni, Projektleiter Berufsbildung beim KGV, in die Karten blicken.

Wie sieht der typische Tagesablauf in einer Druckerei aus? Wie gelangt man zur Berufswahl des Dachdeckers? Wie lange dauert die Ausbildung? Und was verdient man in der Branche? Worauf schauen die Lehrmeister bei der Einstellung der Lernenden?

Die beiden Exponenten bezogen Stellung zu Fragen, die die Schulklassen vorbereitend im Unterricht formuliert hatten. Während sich Druckerei-Inhaber Rufer unter anderem zum Wandel der Drucktechnologie und der Schnelllebigkeit der Branche äussert, schätzt es Lüthi – ebenfalls Geschäftsinhaber – etwas an einer Fassade planen und errichten zu können, was über Jahrzehnte bestehen bleibt

In der Frage, welche Eigenschaften ein Lehrling mitbringen sollte, scheint es eine generell gültige Feststellung zu geben, wie Moderator Jenni es zusammenfasst: «Ihr seht – neben guten Noten gehts eben auch um den Menschen, um seinen Willen und seinen Einsatz, sowie darum, sich an einem Ziel zu orientieren.»

Die Lohnfrage aus dem Schülerplenum bleibt zwar ohne numerische Antwort. Dennoch ermutigt Jenni: «Wieviel Lohn man erhält, kann man oft auch mit seinem Einsatz und Willen mitsteuern.»

Laura Frei, 13, vom Oberstufenzentrum Derendingen/Luterbach, begutachtet die einzelnen Informationsboxen. Berufswünsche bringt sie aber bereits mit: «Ich könnte mir vorstellen, Grafikerin zu werden.» Doch nicht der Lohn wäre dabei das Hauptkriterium. «Die Arbeit sollte mir Spass machen.»

Ebenso sieht es ihre Schulkollegin Jennifer Kohler, 12: «Denn was Spass macht, das beherrscht man auch», findet sie. Vorstellungen hat auch Leon Ingold, 13, von der Kreisschule Bechburg Oensingen: Etwas im Handwerks- und Baubereich würde ihn interessieren – und «klar ist ein guter Lohn wichtig, mehr noch aber der Spass an der Arbeit und gute Arbeitskollegen.»

Joël Wyss, 13, ebenfalls von der KSB Oensingen, hat mit der Informatik seine Berufsbox schon gefunden, während sein gleichaltriger Kollege Malek Arab Pfleger werden möchte, aber wohl in der Sonderschau nicht fündig werden dürfte.

Auch Sek-P-Schüler dabei

Das Angebot richtet sich an Sekundarschüler der siebten bis neunten Klasse, vorwiegend aus den Abteilungen E und B. Doch auch zwei, drei P-Klassen, deren Weg in eine akademische Richtung führt, hat KGV-Geschäftsführer Andreas Gasche registriert.

Dies dürfte ganz im Sinne der Ausstellungsmacher sein: Ist es doch ein zentrales Ziel, durch die Sonderschau die Vorzüge einer Berufslehre aufzuzeigen und damit auch dafür einzustehen, dass auch dieser Weg die Karriereleiter auswärts führt.

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