«TalkTäglich»
Gubrist-Ausbau: Auf der Ostseite fahren 2016 die Bagger auf

Theoretisch könnte mit dem Bau der dritten Tunnelröhre bereits begonnen werden, sagt das Bundesamt für Strassen.

Sandro Zimmerli
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Streit um Gubrist-Ausbau im «TalkTäglich» (Symbolbild).

Streit um Gubrist-Ausbau im «TalkTäglich» (Symbolbild).

Keystone

Eine Röhre erhitzt die Gemüter. Und daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Das zeigte die Sendung «TalkTäglich» am Donnerstagabend auf Tele Züri. Dort trafen sich der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker, der stellvertretende Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra) Jürg Röthlisberger und der Weininger Gemeindepräsident Hanspeter Haug, um darüber zu diskutieren, wie es mit dem Ausbau der Nordumfahrung weitergehen soll.

Denn mit dem vor zwei Wochen veröffentlichten Bundesgerichtsurteil sind vermeintliche Gewissheiten zu Ungewissheiten geworden. So muss das Astra auf Geheiss der Lausanner Richter eine von Weiningen geforderte Verschiebung des Anschlusses Weiningen um 600 Meter prüfen. Sogar eine Aufhebung des Anschlusses muss untersucht werden. Und auch die 100 Meter lange Überdeckung des Tunnelportals im Limmattal, auf die sich Bund, Kanton und Weiningen geeinigt haben, ist nicht mehr sakrosankt.

Baureif auf der Ostseite

So verwundert es nicht, dass niemand sagen kann, wann die dritte Gubriströhre eröffnet wird. Röthlisberger sagte zumindest, dass 2016 auf der Ostseite mit dem Ausbau der Autobahn begonnen werden soll. «Auf der Ostseite ist das Projekt baureif», so Röthlisberger. Theoretisch könne man bei Regensdorf sogar mit dem Bau des Tunnels beginnen. «Das Problem ist: Wir können auf der anderen Seite nicht rausfahren, wenn es dann so weit ist», erklärte er. Röthlisberger gab sich jedoch zuversichtlich, dass man mit Weiningen einen Kompromiss finden werde. Doch dafür müsse auch Weiningen davon wegkommen, auf sein Recht zu pochen.

Haug seinerseits bekräftigte, dass es Weiningen stets darum ging, eine bessere Lösung zu finden als jene des Astra. «Wenn man schon durch unseren Garten fährt, dann wollen wir zumindest sagen wie», so Haug. Einig waren sich die Parteien hinsichtlich der Forderung Stockers, dass es endlich vorwärtsgehen müsse. «Wir brauchen am Gubrist endlich eine Lösung», sagte Stocker.

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