Markthalle
«Glatte Märit» mit Chilbi-Konkurrenz

74 Aussteller beteiligen sich an der 38. Herbstmesse vom kommenden Wochenende.

Hans Mathys
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Solothurner Zeitung

Übermorgen Freitag um 14 Uhr öffnet in der Markthalle «E glatte Märit» die Tore. 74 Aussteller, darunter auch die az Langenthaler Tagblatt präsentieren bis am Sonntag um 18 Uhr ihre Dienstleistungen und Produkte. Erich Oberli, OK-Präsident des Traditionsanlasses, erwartet zwischen 15 000 bis 20000 Besucherinnen und Besucher.

«E glatte Märit» findet sonst immer am ersten Sonntag im November statt. Wegen der «Designers’ Night», die am 6. November in der Markthalle über die Bühne geht, musste der 38. «Glatte Märit» auf 29./30./31. Oktober ausweichen. Oberli hat dies zähneknirschend zur Kenntnis genommen, denn damit steht der Langenthaler Anlass in Konkurrenz zur Rüebechilbi in Madiswil.

Der OK-Chef will aber nicht mit dem Schicksal hadern, sondern zuerst die Auswirkungen dieser Konkurrenzsituation beobachten. Die Vorverlegung um eine Woche bezeichnet er aber so oder so als «sehr undankbar». Tatsächlich gab es bisher für die Herbstanlässe in der Region fixe Daten. Die Klosterkilbi in St. Urban findet jeweils am zweiten Oktober-Sonntag statt, die Rüebechilbi in Madiswil am letzten Oktober-Sonntag und «E glatte Märit» am ersten Sonntag im November. Die bisherigen Lunapark-Betreiber am «Glatte Märit» hätten sich jetzt für Madiswil entschieden, «und wir hatten Mühe, Ersatz zu finden», nennt Oberli eine Auswirkung wegen des ungewohnten Märit-Datums.

Drei «soziale» Aussteller

«Man trifft sich, man spricht miteinander und ist gesellig», schwärmt der OK-Präsident vom «Glatte Märit», der «im gewohnten Rahmen» stattfinden werde. Auch die Anzahl Aussteller entspreche mit 74 den Vorjahren, «weil der Platz in der Markthalle immer gleich gross ist und wir bewusst auf ein Aussenzelt verzichten». Einigen Ausstellern seien für den «Märit» 2010 andere Plätze zugewiesen worden. Die kleinsten Stände seien drei mal zwei Meter gross. Ein Quadratmeter koste 95 Franken. Hinzu kämen 420 Franken Werbebeitrag pro Aussteller. Oberli verweist auf drei Aussteller mit sozialem Charakter, die am «Glatte Märit» mitmachen und dieses Jahr sogar jubilieren: Das Kinderheim Schoren ist 100-, die Ludothek 30- und das maxi.mumm (Programm zur vorübergehenden Beschäftigung) 20-jährig.

Erich Oberli steht dem OK des «Glatte Märit» zum dritten Mal vor. Er ist im Gewerbeverein Vorstandsmitglied. Dem «Märit»-OK werde er noch zwei Jahre vorstehen, also 2011 und 2012, dem OK der Gewerbeausstellung Langenthal (Gala), die alle drei Jahre stattfindet, noch einmal – Ende Mai kommenden Jahres. «Ein Wechsel schadet nicht, denn neue Leute bringen neue Ideen», so der 52-Jährige.

Der «Glatte Märit» sei eine «reine Verkaufsmesse», die Gala eine «Ausstellung», bei welcher der Direktverkauf nicht im Vordergrund stehe. Ein weiterer Unterschied zwischen «Glatte Märit» und Gala bestehe bei den Anmeldungen. Bei der Gala spiele die Anzahl Aussteller keine Rolle – dank Aussenzelten. Beim platzmässig limitierten «Märit» hätten bisherige Aussteller Anrecht auf einen Stand. Rund 80 Prozent der Aussteller seien «Bisherige, meist aus Langenthal, wobei einige nur jedes zweite Jahr mitmachen». Für die 20 Prozent, die sich nicht mehr anmelden würden, sei immer Ersatz vorhanden, ohne dass man Inserate schalten müsse.

Die Tombola ist abgeschafft

Seit Oberli OK-Präsident ist, gibt es am «Glatte Märit» keine Tombola mehr. «Daraus resultierten jeweils nur etwa 2000 Franken Gewinn, und viele Besucher fühlten sich von den Losverkäufern belästigt», begründet er diese Massnahme. Den Vorwurf, der «Glatte Märit» sei «alle Jahre das Gleiche», lässt er nicht gelten. Er sei am Puls, nehme die Feedbacks zur Kenntnis und stelle fest, dass die Besucher den Anlass mögen.