gesundheit
Gezielt Gewebe entnehmen

Bildgebend-gesteuerte, minimal-invasive Eingriffe stellen einen Schwerpunkt am Institut für Radiologie des Kantonsspitals Baden dar. Dies gilt auch für die Prostata-Biopsie.

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Brustkrebs-Diagnostik im KSB

Brustkrebs-Diagnostik im KSB

Foto: René Rötheli, Baden

Bei der Prostata-Biopsie durch den Urologen lässt sich trotz Krebsverdacht – etwa bei erhöhtem PSA-Wert oder auffälliger Tastbefund – manchmal kein Tumor nachweisen. «Zudem muss man wissen, dass ein hoher PSA-Wert nicht nur durch einen Prostatakrebs, sondern auch durch eine gutartige Vergrösserung oder Entzündung der Prostata verursacht sein kann», erklärt Bianka Freiwald. Rechtzeitig abklären Aus diesem Grund sei eine frühzeitige Abklärung wichtig, denn in den häufigsten Fällen habe die Veränderung des PSA-Wertes eine erkennbare Ursache, die dann behandelt werden sollte. Genaue Methode Die hochauflösende MRIUntersuchung der Prostata ist eine sehr genaue Methode, um Tumorherde ausfindig zu machen. Die Befunde werden von Urologen und Radiologen gemeinsam diskutiert. Sie entscheiden, ob man abwarten kann oder eine gezielte Biopsie notwendig ist. Für diese Gewebeentnahme wurde die MRI-gesteuerte Prostata-Biopsie entwickelt. Aus verdächtigen Bereichen in der Prostata können dabei mittels Stanzbiopsie gezielt Gewebeproben entnommen werden. Bianka Freiwald: «Der Eingriff dauert etwa eine Stunde und wird ambulant durchgeführt. » In vielen Fällen kann dadurch die Diagnose für den Patienten gestellt und die Behandlung eingeleitet werden. Dies begrüsst auch der Leiter der Urologie, Kurt Lehmann: «Die interdisziplinären Falldiskussionen sind fester Bestandteil unseres Behandlungskonzepts. Das MRI der Prostata und die MR gesteuerte Biopsie werden nur in ausgesuchten Fällen eingesetzt, geben uns dann aber häufig entscheidende Zusatzinformationen für die Therapieplanung.»

Radiologie in Kürze

Mammografie, Knochendichtemessung, Ultraschall, konventionelle Röntgendiagnostik, Gefäss-Darstellung, MRI und CT: Im Institut für Radiologie am Kantonsspital Baden werden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Ab April dieses Jahres neu auch mit einem «PET CT», einem bildgebenden Verfahren, mit dem der Zuckerstoffwechsel dargestellt werden kann. (www.ksb.ch)