Langenthal
Furioser Start in die Fasnacht mit Schnitzelbänken und Guggen

Der an drei Orten durchgeführte Gönnerabend erwärmte gestern das jeweilige Publikum bis zum letzten Narrenknochen. Von einigen Trouvaillen bei den Schnitzelbänken und von den Guggen dürften die Narren noch nächtelang träumen.

Urs Byland und Tobias Granwehr
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Fasnacht: So schön war der Gönnerabend in Langenthal
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Fasnacht: So schön war der Gönnerabend in Langenthal
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Fasnacht: So schön war der Gönnerabend in Langenthal

Fasnacht: So schön war der Gönnerabend in Langenthal

Oliver Menge

Moderator Reto Kurt stellte in der ausverkauften Alten Mühle zuerst die ansprechende Jugendgugge Tönlifurzer vor. Noch war nicht absehbar, dass im Saal, in dem sonst der Stadtrat tagt, der Vulkan ausbrechen würde. Die Narren, noch etwas reserviert, liessen sich von Smouki den einen oder anderen träfen Spruch aufsagen. Auch die Gugge Chischtelärmer aus dem nahen Aarwangen vermochte das Narrenherz noch nicht ganz vollständig zum Glühen zu bringen. Tönlifurzer wie Chischtelärmer überzeugten mit ihren Kostümen. Erstere als Drachen, letztere als Gladiatoren.

Bundesratssong

Dann stiegen die als Vulkane verkleideten Närrinnen von Fatal Roial auf die Bühne – und die Lava glühte. Der Gesang der sechs Frauen, mehrstimmig, ausdrucksstark und voll knisternder Erotik, begeisterte das Narrenvolk. Nicht fehlen durfte der Bundesratssong: «Wot immer em Ammann si Hansli si, so lang, das i läbe, juhe.»

Impressionen von Schnitzelbankabend in Wiedlisbach
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Impressionen von Schnitzelbankabend in Wiedlisbach
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AZ

Nachdem die Fassdubeli mit Schunkelliedern im Karibikstil die Stimmung wieder in geordnetere Bahnen lenkten, kamen die aufrührerischen Niederbipper Narren von der Clique Echo der Zeit. Sie wühlten mit ihren Texten im Langenthaler Sumpf und streuten da und dort etwas Salz in die Wunden, etwa im Lied zur Ortsplanung. «I chume mit em Bipperlisi uf Langethau/Blibe wott ig nid, jä nei uf gar kei Fau/Das Kaff das gfaut mir nid, ig finges nid adrett/Zum Glück hei die scho gli es richtigs Minarett.» Am meisten Beifall spendete das Narrenvolk bei folgender Strophe: «S Kreuzfeldschuhelhus wär es Rekrutierrigscamp/Für d Lüt vor PNOS, die si jo leider böudigsresistänt/Vom IQ här do chönntis villicht knapp no länge/Es Bombelergerkürsli für sich säuber z spränge.»

Der Saal des Hotel Bären war auch gestern wieder liebevoll dekoriert. Mit Papier nachgeahmte Flammen loderten im Durchzug und standen in riesigen silbrigen Vasen an den Wänden. Passend zur Dekoration und zum Langenthaler Fasnachtsmotto verkleidet zeigten sich die Schier-Wiiber. In orange-roten indischen Saris traten die Frauen, die eigentlich Männer sind, auf die Bühne. «Action», rief jeweils eins der Schier-Wiiber – und schon ging es los.

Der ehemalige Wetterfrosch Jörg Kachelmann und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi wurden singend durch den Kakao gezogen: «Ciao, ciao bella regazza, leg di uf d Matratza, aber ohni Kondomi, sono Presidente Berlusconi». Nach jedem Lied wurde ebenfalls «Mister President» Rufener angesprochen. Gemeint ist natürlich Stadtpräsident Thomas Rufener. So wollte ein Schier-Wiib mit Rufener einen Bagger von Johann Schneider-Ammann tauschen, dafür bekomme der Stapi Ruby. Rufener ging auf keinen Handel ein.

Bunt blieb es auch beim Emanzengift aus dem solothurnischen Trimbach. Die sieben Frauen waren als orange «Wandarinli» verkleidet. Bei ihnen kriegten die somalischen Piraten, die UBS und der Schweizer Nachwuchs ihr Fett ab. «Dr Schwyzer Nachwuchs gits gli nüm, da hei mir schiss, die Spermie hei hüt eifach ke Biss.» Das fehlende Strassensalz, die zu schnellen Elektrovelos und die Sturmgewehre bildeten ebenfalls Lieder der Clique.

Dem Publikum eingeheizt

Im gut gefüllten katholischen Kirchgemeindehaus wurden die Dorfbachschränzer aus Madiswil vom Publikum getreu dem Fasnachtsmotto «Füür u Flamme» mit Feuerzeugen begrüsst. Ihre blauen Kostüme aus der Barockzeit liessen sich sehen. Mit ihren drei Nummern heizten sie dem Publikum ein erstes Mal ein. Die nächste Gugge, die Fiel-Harmoniker, durften im Gegensatz zu den übrigen Gruppen ein halbstündiges Set spielen.

So wild war die Fasnachtsparty in der Markthalle Langenthal
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So wild war die Fasnachtsparty in der Markthalle Langenthal
So wild war die Fasnachtsparty in der Markthalle Langenthal
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Hanspeter Bärtschi

Man wird ja nicht alle Tage 50-jährig. «Zum Jubiläum spielen wir etwas Klassisches. Wir könnten zwar auch anderes, aber man hat ja Niveau», sagte ihr musikalischer Chef. Die Stimmung kochte, als sie den Radetzky-Marsch anstimmten. «Nach dem Klassischen bringen wir zum Schluss etwas von Ämi Mäkdonald», sagte der Chef. Die Nummer «Mr Rock and Roll» war ein würdiger Abschluss.

Danach folgten die Flötemadli. Die Kostüme entstammten den Piraten der Karibik, sie spielten allerdings irische Klänge. Die Guggi Sänger aus Olten überraschten mit der Ankündigung, am Langenthaler Umzug teilzunehmen, weil ihr Wagen an der Oltner Fasnacht «abverreckte». Die Tambouren aus Langenthal überzeugten auch in diesem Jahr mit ihrer Präzision. Es war beeindruckend, mit wie viel Energie die zwölf Tambouren trommelten.

Nach einem harzigen Start kam das Duo Bigudii in Fahrt. Nichts und niemanden verschonten sie: Weder die Nanos der Migros, noch das «Gstürm» um das Sturmgewehr oder die OL-Läuferin Simon Niggli-Luder. Bigudii empfahl, Niggli in Biel einzusetzen, um den renitenten Rentner zu suchen. Insgesamt durften die Zuschauer in den drei Lokalen wieder viele spannende Nummern beklatschen.