Fricktal
Fricktalerinnen machen sich stark für die weibliche Sicht im Grossen Rat

Die überparteiliche Gruppe «Frauen und Politik Fricktal» stellte die Grossratskandidatinnen vor. Sie möchte wieder eine höhere Frauenquote im Parlament.

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Die Grossratskandidatinnen waren schon zu Besuch in Aarau. zg

Die Grossratskandidatinnen waren schon zu Besuch in Aarau. zg

Auf allen Listen stehen Frauen zur Wahl. Die Zahl der gewählten Frauen ist bei den letzten Grossratswahlen markant zurückgegangen. Die überparteiliche Gruppe «Frauen und Politik Fricktal» verfolgt das Ziel, die Frauenvertretung im Parlament wieder zu stärken. Unbestritten ist, dass bei einer Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie und Politik oft die Politik auf der Strecke bleibt. Gründe dafür sind vielfältig: In der Politik geht es oft um technische Themen, für die sich viele Frauen weniger interessieren, ein politisches Amt ist finanziell eher nicht attraktiv und die Wertschätzung der politischen Arbeit ist an einem kleinen Ort.

Sisslerfeld thematisiert

In der thematischen Diskussion äusserten sich die Vertreterinnen der anwesenden Parteien gegenüber dem Grossprojekt Überbauung Sisslerfeld mit gewissen Vorbehalten. Die zahlreichen geplanten Arbeitsplätze würden vor allem im Bereich Wohnbau und Verkehr Herausforderungen für die Region bedeuten. Zudem fragten sich die Frauen, wie viele der Arbeitsplätze von der Schweizer Bevölkerung besetzt würden. Oder wäre es wie vielerorts, dass Grenzgänger aus dem nahen Ausland eingestellt würden? Die Frage stellt sich je länger, desto stärker, wo sind die Grenzen des Konsums und damit des Wachstums?

Die Politikerinnen forderten klare Massnahmen, damit ein allfälliges Projekt ressourcenschonend und umweltverträglich realisiert werden kann. Dies nicht nur im Bereich der Projektrealisierung, sondern bei allen daraus folgenden Eingriffen in der Region. Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und der Führung der Repla ist daher sehr wichtig und müsse klar verstärkt werden.

In vielen diskutierten Fragen gab es übereinstimmende Meinungen. Am weitesten auseinander lagen die Positionen in der Frage der familienergänzenden Kinderbetreuung. Ein Thema, das die Politikerinnen auch nach den Wahlen weiter beschäftigen wird. (ghw)