Flugverkehr
Flugsicherung Skyguide fürchtet ausländische Konkurrenz

Die Flugsicherung Skyguide befürchtet, dass sie bald mit ausländischer Konkurrenz konfrontiert sein könnte. Grund ist die Revision des Luftfahrtgesetzes, das voraussichtlich eine teilweise Liberalisierung der Flugsicherung mit sich bringen wird.

Merken
Drucken
Teilen
Skyguide-Mitarbeiter (Archivbild)

Skyguide-Mitarbeiter (Archivbild)

Keystone

Ein Entwurf des Gesetzes wird gegenwärtig vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) vorbereitet. Dabei ist gemäss einem BAZL-Sprecher "angedacht", ausländische Flugsicherungen an Schweizer Flugplätzen zuzulassen.

Ob diese Liberalisierungs-Pläne dann auch tatsächlich ins Gesetz kommen, ist aber noch absolut offen, wie der Sprecher betonte. Das Gesetz sei noch in einer frühen Phase.

Als Flugplatz gelten Anlagen wie beispielsweise Bern-Belp, Lugano-Agno TI, Altenrhein SG, La Chaux-de-Fonds NE und Meiringen BE. Würde die Flugsicherung mit dem neuen Luftfahrtgesetz ein Stück weit liberalisiert, könnten an diesen Flugplätzen künftig ausländische Firmen den Luftraum überwachen.

Keine Lockerung in Zürich, Genf und Basel

Skyguide befürchtet, dass sie dann öfters das Nachsehen haben wird. Ausländische Konkurrenz könne die Dienstleistungen viel günstiger anbieten als eine Schweizer Firma, sagte skyguide-Chef Daniel Weder am Mittwoch vor den Medien. "Wir müssten Gegenangebote machen. Aber das dürfte sehr schwierig werden."

Obwohl das BAZL betonte, dass die Liberalisierung erst "angedacht" werde, rechnet skyguide damit, dass sie ins Gesetz aufgenommen und per 2016 kommen wird.

Keine Lockerung des skyguide-Monopols ist für die Landesflughäfen Zürich, Genf und Basel vorgesehen. Auch der Flugbetrieb an Militär-Flugplätzen darf bei der "angedachten" Teil-Liberalisierung nicht von ausländischen Anbietern abgewickelt werden.