Fluglärmstreit
Fluglärmstreit: Zürcher Parteien wehren sich gegen geforderten Pistenausbau

Die Zürcher Parteien teilen die Ansicht des Regierungsrates, dass der zwischen der Schweiz und Deutschland ausgehandelte Kompromiss im Fluglärmstreit schwerwiegende Folgen für den Kanton Zürich hat. Sie sprechen sich gegen den Pistenausbau aus.

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Zürcher Parteien stellen sich gegen eine Pistenverlängerung auf dem Flughafen

Zürcher Parteien stellen sich gegen eine Pistenverlängerung auf dem Flughafen

Chris Iseli

Die SP Kanton Zürich wendet sich gegen jeglichen Ausbau der Kapazitäten am Flughafen, wie die Partei am Donnerstag mitteilte. Folglich komme auch eine Pistenverlängerung nicht in Frage.

Ohne eine Abkehr «von unrealistischen und schädlichen Wachstumsträumen seitens der Luftverkehrsbranche» sei eine Lösung der Fluglärm-Frage nicht möglich. Auch könne von der Bevölkerung nicht erwartet werden, dass sie zugunsten der deutschen Nachbarn weitere Opfer bringe.

Grüne lehnen Ausbau der Pisten ab

Die Grünen Kanton Zürich lehnen den Pistenausbau am Flughafen Zürich aus klimapolitischen Gründen entschieden ab. Zudem sind sie erstaunt, dass der Gekröpfte Nordanflug «wieder aus der Mottenkiste geholt wird».

Die Grünen verlangen vom Regierungsrat, die Auswirkungen des Staatsvertrages auf den Zürcher Fluglärmindex (ZFI) aufzuzeigen und umgehend Berechnungen zu veranlassen. Für die EVP ist die Pistenverlängerung ebenfalls «kein gangbarer Weg».

«Knebelvertrag und Kapitulationserklärung»

Für die SVP stellt sich die Frage nach dem Pistenausbau gar nicht. Das Luftverkehrsabkommen der Schweiz mit Deutschland ist aus ihrer Sicht als «Knebelvertrag und Kapitulationserklärung von Bundesrätin Leuthard» abzulehnen.

Auch für die Jungfreisinnigen Kanton Zürich hat die Schweizer Seite «zu grosse und einseitige Zugeständnisse» gemacht. Deshalb sei das Verhandlungsergebnis «grundsätzlich in Frage zu stellen».

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