Attiswil
Ferienpass bietet 33 verschiedene Kurse an

Vor 18 Jahren riefen Mitglieder des Gemeinnützigen Frauenverbands den Attiswiler Ferienpass ins Leben. In diesem Jahr gab es 33 verschiedene Kursangebote. Auch Backen war dabei.

Kurt Nützi
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Die Kursleiterin Marianne Müller hilft beim Bestreichen der Spitzbuben. knr

Die Kursleiterin Marianne Müller hilft beim Bestreichen der Spitzbuben. knr

Solothurner Zeitung

Zum zweiten Mal fand der Ferienpass in diesem Jahr nicht in der ersten, sondern in der letzten Ferienwoche statt. Die Erfahrung zeigte, dass viele Familien in den ersten Wochen jeweils südwärts reisen, um den Sommer zu verlängern. Alle Kinder und Jugendlichen von der 1. bis zur 9. Klasse konnten sich für eine beliebige Anzahl Kurse einschreiben, sofern es der Zeitplan ermöglichte. Von den 35 angebotenen Kursen konnten nur Judo – der Kursleiter war verhindert – und Fussball beim FC Attiswil – nur vier Anmeldungen – nicht durchgeführt werden.

Daniela Moser, welche in diesem Jahr beim Ferienpass-Team zum zweiten Mal mitwirkt und neun Kurse organisierte, kann ihre Motivation genau umschreiben: «Wenn ich sehe, mit welcher Freude die Kinder bei den Kursen dabei sind, belohnt mich das für mein Engagement und spornt mich an.» Die Mutter von zwei Kleinkindern organisierte am Montag und Dienstag den Besuch in der Bäckerei von Marianne Müller in Niederwil.

Zwei Brüder als Kursleiter

Nach dem Transport mit drei Privatfahrzeugen in die Nachbargemeinde im Kanton Solothurn stiegen Kursleiterin Marianne Müller, Kursbetreuerin Daniela Moser und zehn Kinder ins Untergeschoss der Bäckerei hinunter. Als Erstes verteilte die Bäckereibesitzerin den Kindern eine weisse Schürze und stellte ihnen das Brüderpaar Simon und Samuel Ryf, beide ausgebildete Bäcker-Konditoren, vor. Die beiden jungen Berufsleute verteilten den Knaben und Mädchen Zopfteig, den sie als Erstes kneteten. Anschliessend formten sie den Teig zu verschieden grossen Ballen, aus welchen später eine Schildkröte zusammengesetzt wurde. Damit die Hefe im Teig aufging, wurden die Schildkröten bei 40 Grad in den Backofen geschoben. Danach wurden die Teigtiere mit Eigelb bestrichen und gebacken.

Als zweiten Auftrag leiteten Samuel und Simon Ryf die Kinder zum Backen eines Spitzbuben an. Nach dem Auswallen des Teigs folgte das Ausstechen der Form. Die Kinder konnten aus einer Kuh, einem Stern einem Herzen und einem Kreis auswählen. Während des Backens offerierte Marianne Müller den kleinen Gästen im Aufenthaltsraum der Bäckereiangestellten ein «Znüni».

Kinder als künftige Kunden

Marianne Müller, Mutter von drei erwachsenen Kindern, nannte zwei Beweggründe, warum sie beim Ferienpass mitmacht: «Ich habe Kinder sehr gerne. Zudem folge ich der Devise: Die Kinder von heute sind die Kunden von morgen.»

Nach dem Konfitürenaufstrich setzte Samuel Ryf die mit Puderzucker bestäubten Deckel auf die jeweilige Form. Zum Schluss verteilte Marianne Müller Schachteln und Säcke, damit die Schildkröten und Spitzbuben unversehrt in Attiswil den Eltern gezeigt werden konnten.

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