1. August
Feierfreudiges Olten: Hier wird sowohl offiziell wie auch «bodäständig» gefestet

Friedliche Bundesfeiern überall: Gut gelaunte Menschen, stimmige Atmosphäre, reichhaltige Buffets. In Olten gabs gar zwei Veranstaltungen im Zeichen des Nationalfeiertags. Einmal offiziell, einmal «bodäständig» mit Älplermagronen.

Urs Huber, Gabriela Strähl und Rahel Bühler
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1. August 2016 Olten
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Gretzenbach: Auch ein breites Dessertangebot gehört dazu.
Spiel und Spass gabs in Wangen.
Würste braten in Trimbach.
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1. August 2016 Olten

Remo Fröhlicher

Zwei Bundesfeiern in Olten: Nein, das störte niemanden in der Stadt. Es gab auf dem Ildefons-platz ein Fest unter der Prämisse «bodäständig» (etwa mit Älplermagronen), drunten in der Schützi lud das offizielle Olten zur Feier. Niemand im Publikum fand, die eine Feier würde die andere nicht vertragen. «Ich find das optimal: Hier auf dem Ildefonsplatz was Währschaftes essen und später drunten die Rede anhören», meinte Marco Mäder aus Wangen.

Von Konkurrenzsituation keine Spur. Auch Sandra und Markus Wyss sehen die nicht, auch wenn Markus Wyss findet: «Vielleicht können die Organisatoren künftig zusammenspannen.»

Jedenfalls gefällt dem Paar aus Obergösgen in der Schützi das Gedeck auf dem Tischen: Kerze, Feuerzeug, Sonnenblume. «Find ich ganz schön», sagt Sandra Wyss, die auch mit dem Essensangebot für Vegetarier zufrieden ist. «Kartoffelsalat; das passt», meint sie. Und auch Theresa von Rohr aus Wangen nimmt die Duplizität der Veranstaltungen nicht als Problem wahr: «Man kann sich doch hin und her bewegen; je nachdem, was einem beliebt.»

Prominente Redner rausgepickt

Szenenwechsel: Entweder sind 1.-August-Reden amüsant oder sie sind langweilig. Jene von Endo Anaconda in Däniken gehört zu Ersteren. Wenigstens teilweise. Er erntete zwar immer wieder spontane Lacher und hat originelle Ansätze parat. Doch vollends zu überzeugen vermochte er nicht: Dafür war die Rede mit zu vielen Verschnaufpausen gespickt. Applaus erntete er trotzdem. Vor und nach der Rede. Und fühlte sich «gebauchpinselt», wie er sagte.

Ein weiterer prominenter Redner war Korpskommandant André Blattmann in Erlinsbach AG. Für die Bundesfeier auf der Panzerplatte beim Schiessplatz Gehren war eine Anmeldung nötig, wenn auch nicht wegen Blattmann, wie Roberto Heller, Vizepräsident des durchführenden Köhlervereins Speuz, sagte. Vielmehr sei der Platz begrenzt und es gelte, die nötige Essensmenge abzuschätzen. Bis Freitag hatten sich rund 300 Personen angemeldet, obwohl nur 250 Personen vorgesehen waren. Üblicherweise wird die Feier jeweils von rund 80 Personen besucht.

Blanca Imboden, Schriftstellerin, in Walterswil «Eine der wichtigsten Herausforderung in den nächsten Jahrzehnten wird sein, die richtige Balance zu finden, zwischen Offenheit für Neues – und dem Bewahren unserer Werte.»
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Roland Bienz, einstiger Präsident des TV Kienberg in Kienberg «Und das Wichtigste: Steht zusammen, unterstützt einander und seid stolz auf unser kleines, aber schönes und aktives Kienberg. ‹Zäme simmer stark›.»
Endo Anaconda, Singer-Songwriter von Stiller Haas, in Dänikenl «Andere Nationen zetteln alle paar Jahre einen Weltkrieg an. Wir Schweizer stillen unsere Kriegsgelüste am 1. August.»
Sascha Müller, Doppel-Weltmeister und Mitglied der Schweizer Kochnationalmannschaft 2013-2015, an seinem Wohnort Gretzenbach «Viele möchten auch keinen handwerklichen Beruf mehr erlernen. Warum? Jedenfalls ist klar, dass man nicht nur mit Anzug und Krawatte Karriere machen kann.»
André Blattmann, Armeechef, in Erlinsbach «Wir brauchen unsere gut in der Bevölkerung verankerte Milizarmee, damit niemand einen ideologischen Keil zwischen Bevölkerung und Armee schieben kann.»

Blanca Imboden, Schriftstellerin, in Walterswil «Eine der wichtigsten Herausforderung in den nächsten Jahrzehnten wird sein, die richtige Balance zu finden, zwischen Offenheit für Neues – und dem Bewahren unserer Werte.»

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