Familienbefragung
Familien leben weiterhin gerne im Kanton Basel-Stadt

Die bereits zweite Familienbefragung zeigt, dass Familien weiterhin gerne im Kanton Basel-Stadt leben. Gegenüber der ersten Befragung von 2009 geht es vielen Familien wirtschaftlich besser.

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Die Zufriedenheit der Familien mit ihrem Wohnquartier ist in der neuen Studie mit 91 Prozent praktisch gleich hoch wie 2009 (Symbolbild).

Die Zufriedenheit der Familien mit ihrem Wohnquartier ist in der neuen Studie mit 91 Prozent praktisch gleich hoch wie 2009 (Symbolbild).

Keystone

Regierungspräsident Guy Morin zeigte sich vor den Medien zufrieden mit den Ergebnissen der Familienbefragung 2013, bei der 2231 Fragebogen ausgewertet werden konnten. Familien seien eine der wichtigsten Bevölkerungsgruppen, sagte Morin. Investitionen in die Attraktivität für Familien seien für die ganze Bevölkerung im Stadtkanton sinnvoll.

Hohe Zufriedenheit mit Wohnquartier

Die Zufriedenheit der Familien mit ihrem Wohnquartier ist in der neuen Studie mit 91 Prozent praktisch gleich hoch wie 2009. Ursache von Unzufriedenheit ist in erster Linie der Verkehr. Nur gerade 11 Prozent liebäugeln jedoch mit einem Umzug, dies vorab weil ihnen die Wohnung zu klein oder zu teuer ist.

73 Prozent der Familien, für die ein Umzug überhaupt in Betracht kommt, wollen aber im Stadtkanton bleiben. 2009 war noch für 30 Prozent ein Domizil ausserhalb von Basel-Stadt eine Option.

Veränderungen gegenüber der ersten Familienbefragung ergaben sich namentlich bei den familienergänzenden Tagesbetreuungsangeboten. Der Anteil der Familien, welche diese für ihre Kinder nutzen, stieg von 37 auf 47 Prozent. 90 Prozent sind mit dem im vergangenen Jahr markant ausgebauten Angebot zufrieden.

Mehr Geld in der Familienkasse

Besser als 2009 geht es vielen Basler Familien in wirtschaftlicher Hinsicht: Fast die Hälfte gab an, ihre finanzielle Lage habe sich in den vergangenen fünf Jahren verbessert. 58 Prozent zeigten sich mit ihrer Situation zufrieden.

Gesunken ist die Kritik an der hohen Steuerbelastung: Der Anteil der Familien, die diese als angemessen empfinden, ist gegenüber 2009 um 10 Prozentpunkte auf 31 Prozent gestiegen. Grund dafür sind die Steuersenkungen der vergangenen Jahre. Nach wie vor stehen aber weitere finanzielle Entlastungen zuoberst auf der Wunschliste der Basler Familien.

Morin kündigte an, dass im Stadtkanton in den nächsten Jahren zur Attraktivierung des Wohnumfelds gerade auch für Familien noch mehr Geld in Verkehrsberuhigungsmassnahmen investiert werden soll. Zudem brauche es zusätzliche Anstrengungen für genügend zahlbare Familienwohnungen.

Die Wohnungsknappheit, die sich 2014 verstärkt habe, und die steigenden Mietzinse erfordern laut dem Regierungspräsidenten Wachsamkeit. Diese Entwicklung dürfe nicht Wegzuggelüste steigern.