Internet-Beratung
Familie und Beruf: Grossrätin will Portal

Die EVP möchte zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Beratungs-Angebot im Internet. Im Baselbiet hat sich das gelohnt.

Bruno Utz
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Solothurner Zeitung

Mehrere Kantone positionieren sich als familienfreundlich. So auch die Kantone Baselland und Bern. Beide haben im vergangenen Frühling ein Internetportal aufgeschaltet. Auf der Plattform www.be.ch/familie-und-beruf bietet der Kanton Bern die wichtigsten Informationen und Angebote rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.

Zielgruppen sind Eltern, Unternehmen und Gemeinden. Die Website von Baselland ist umfassender (www.familienhandbuch.bl.ch): Das elektronische Handbuch enthält neben Infos zu öffentlichen und privaten Angeboten auch «Anregungen und Ratschläge zu den unterschiedlichsten Fragen aus dem familiären Alltag».

Auf Anfrage sagt Katrin Bartels, Leiterin der Fachstelle für Familienfragen Baselland: «Die Zugriffe liegen über unseren Erwartungen. Wir haben auch viele positive Rückmeldungen aus den Gemeinden. Sie haben den Link zum Familienhandbuch aufgeschaltet.»

Die Tipps und Links zu Themen wie Geburt, Finanzen, Gesundheit, Freizeit, Erziehung, Alter und Tod seien in der Schweiz einmalig, schreibt Christine Schnegg (EVP/Lyss) in ihrer Motion, worin sie ein «Familienhandbuch Kanton Bern» fordert. Die Pionierarbeit des Kantons Basel-Land könnte bei der Umsetzung wegweisend sein. Das Internetportal «Vereinbarkeit von Familie und Beruf» sei in das Familienhandbuch zu integrieren.

Laut seiner jetzt veröffentlichten Antwort lenkt der Regierungsrat nur halbwegs ein. Er sei bereit «einerseits zu prüfen, wie einige Themen des besagten Handbuchs in das bestehende Internetportal des Kantons Bern integriert werden könnten, und andererseits aus dem bestehenden Portal eine umfassende Familien-Website zu machen». Der Grosse Rat entscheidet im November über den Vorstoss.