az-Leserwandern
«Es wird diskutiert, gelacht und geplaudert»

Projektleiter Thomas Röthlin erklärt im Interview mit Absolventen und Absolventinnen des az-Mediencamps, wie die Sommeraktion zu einer richtigen Bewegung wurde. Und wie es mit der Wanderaktion weitergeht.

Isabelle Huber,Letizia Krummenacher und Anna Röthlisberger*
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Thomas Röthlin (mit Karte) im Gespräch mit az-Wanderern im Wettinger Biergarten. Letizia Krummenacher

Thomas Röthlin (mit Karte) im Gespräch mit az-Wanderern im Wettinger Biergarten. Letizia Krummenacher

Während dieser Woche war Thomas Röthlin, Ressortleiter Aargau West, unterwegs mit wanderfreudigen az-Lesern. Er ist der Leiter vom Projekt az-Leserwandern, welches von Aargau Tourismus, dem Verein Aargauer Wanderwege und der az Aargauer Zeitung organisiert wird.

Thomas Röthlin, was war Ihr schönstes Erlebnis bei den az-Leserwanderungen bisher?Röthlin: Die schönste Überraschung war für mich, dass sich so viele Leser von dem Projekt angesprochen fühlten und so zahlreich daran teilgenommen haben.

Wie entstand die Idee, solche Wanderungen für die az-Leser durchzuführen?
Im Sommer ist in den Regionen sehr wenig los. Deshalb wollten wir unseren Lesern etwas Zusätzliches bieten.

Wie wurden Sie zum Projektleiter ernannt?
Seit 2009 bin ich für die spezielle Regionalausgabe «az Sommer» verantwortlich. Da lag es auf der Hand, ab 2010 auch das Leserwandern zu leiten.

Wie haben Sie es geschafft, nebst Ihren täglichen Aufgaben als Ressortleiter, 25 abwechslungsreiche Halbtagestouren zu organisieren?
Die Umsetzung des Projekts ist für uns keine einfache Aufgabe, da wir in der az keine Wanderprofis sind. Deshalb unterstützt uns der Verein Aargauer Wanderwege bei der Auswahl der Routen. Die Stadtführungen und die Verpflegung werden von Aargau Tourismus organisiert. Auf diese Weise entstehen spannende Wandertouren, die stets von einer ortskundigen Person begleitet werden. Es ist mir wichtig, dass die Strecke nicht nur von Wanderprofis bewältigt werden kann, sondern auch von Kindern oder älteren Menschen.

Wie wird das Projekt finanziert?
Wir sind froh, dass wir auf Unterstützung der Sponsoren zählen können. Die Verpflegung für die Wanderer wird jeweils von der Zielgemeinde offeriert. Die Zeitungsbeilage sowie die kleinen «Wander-Gschänkli» werden durch die Sponsorenbeiträge der AEW Energie AG und der Aargauischen Kantonalbank ermöglicht.

Was ist in diesem Sommer neu beim az-Leserwandern?
Im Vergleich zu 2010 wollten wir die Wanderrouten dieses Jahr schon im Voraus ankündigen. Deshalb haben wir Ende Juni eine ausführliche Beilage «Leserwandern – von einer Stadt zu anderen» herausgegeben, worin alle Wanderungen detailliert beschrieben sind. Neu ist auch das Motto «... von einer Stadt zur anderen».

Wieso, glauben Sie, ist das Projekt «Leserwandern» so erfolgreich?
Ich denke, dass sich diese Wanderungen vor allem durch drei Punkte auszeichnen. Erstens sind sie unbürokratisch organisiert, was bedeutet, dass jeder spontan teilnehmen kann. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein weiterer Aspekt ist die Geselligkeit: Es wird zusammen diskutiert, gelacht und geplaudert. Zudem sind die Ausgangsorte der Wanderungen zentral gelegen, und sie sind deshalb einfach zu erreichen. Sicherlich spielen auch das Wetter und die kostenlose Verpflegung eine wichtige Rolle.

Können sich die az-Leser auch im nächsten Sommer auf eine Leserwanderung freuen?
Die Chancen für eine weitere Runde stehen gut. Wie die Teilnehmerzahlen zeigen, finden die Wanderungen grossen Anklang. Letztes Jahr starteten wir mit 30 Personen die erste az-Leserwanderung. Diesen Sommer liegt der Rekord schon jetzt bei über 280 Teilnehmern. Für nächstes Jahr habe ich bereits eine Idee, die ich noch nicht verraten möchte ...

Die Autorinnen sind Teilnehmerinnen des az-Mediencamps

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