SC Langenthal
Erstmals mit dem besten Torwart im Halbfinale

Am Dienstag beginnen die Halbfinals in der NLB – der SC Langenthal ist erstmals seit sechs Jahren wieder mit dabei. Er trifft auf den HC La Chaux-de-Fonds.

Leroy Ryser
Drucken
Teilen
Marc Eichmann, swe Goalie des SC Langenthal (Foto: Bieri)

Marc Eichmann, swe Goalie des SC Langenthal (Foto: Bieri)

Bereits neun Tage ist es her, als der SC Langenthal das letzte Mal jubeln konnte. In Basel erzielte Jeff Campbell in der 76. Minute des vierten Spiels das entscheidende Tor gegen die Sharks und verschaffte den Langenthalern mit dem 4:0-Sieg in der Serie Zeit, sich zu erholen.

Obwohl gegen die Nordwestschweizer alle einen Erfolg erwartet hatten, war die Freude gross, denn: Nach sechs Jahren können die Fans des SC Langenthal endlich wieder NLB-Playoff-Halbfinals auf Schoren verfolgen.

«Noch keiner ist zufrieden»

Einer der die davor erfolgreiche Zeit des Berner Vereins verpasste, ist Marc Eichmann. Im Jahr 2006 stand der 31-jährige Torwart noch zwischen den Pfosten des EHC Chur - und verlor im Viertelfinal gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber. Erst in der darauffolgenden Saison, als der SCL zwar die Qualifikation gewann, aber gegen die GCK Lions bereits in den Viertelfinals ausschied, begann Eichmanns Amtszeit auf Schoren.

Es folgten zwei Niederlagen gegen den HC La Chaux-de-Fonds in den Viertelfinals und je eine gegen den EHC Olten und den EHC Visp. Doch nun hat es der SC Langenthal mit Marc Eichmann erstmals in die Halbfinals geschafft. «Ich bin stolz, dass wir das bis hierhin geschafft haben", sagt Marc Eichmann. Ein erster wichtiger Schritt sei gemacht. Doch gerade er, der seit sechs Jahren laut und deutlich den Titel zum Ziel erklärt, will sich damit noch lange nicht zufrieden. „Wir haben zwar das Minimalziel erreicht, aber in unserer Kabine ist noch keiner zufrieden.»

Für den SCL ein Vorteil

Welcher Gegner auf die Langenthaler warten würde, war lange Zeit unklar. Erst am Sonntag um 20:52 Uhr fiel die Entscheidung in der Serie zwischen dem HC La Chaux-de-Fonds und dem HC Ajoie. Benoit Mondou, der HCC-Ausländer schoss 54 Sekunden nach Beginn der Verlängerung die Neuenburger in den Halbfinal und erklärte damit den SCL zum Gegner.

«Da freute ich mich richtig. La Chaux-de-Fonds ist mein Wunschgegner. Sie liegen uns ganz klar besser als der EHC Visp», so Eichmann. Während die Romands nun den Playoff-Rhythmus verinnerlicht haben, hatte der SCL eine lange Erholungszeit. «So wie ich mich erinnern kann, haben wir gerade nach der Nationalmannschaftspause den Rhythmus sehr schnell gefunden. Da habe ich keine Bedenken», erklärt der SCL-Torwart.

Dazu kommt, dass vor allem die Defensive, welche zuletzt aufgrund von Verletzungen und Krankheit viel Einsatzzeit zu bestreiten hatte, sich gut erholen konnte. Die ehemals verletzten Chatelain, Cadonau und Guyaz sind alle wieder fit.

Ein Leckerbissen

Aber nicht nur für Marc Eichmann ist der Gegner ideal, auch auf die Fans im Langenthaler Schoren wartet ein Leckerbissen. Mit dem HCC wird ein spielerisch starkes und schnelles Team dem SCL gegenüberstehen, ein Offensivspektakel ist daher zu erwarten.

«Gerade deshalb hoffe ich, dass so viele Zuschauer wie noch nie auf Schoren pilgern», ruft die SCL-Integrationsfigur die Fans in der Region Langenthal auf. Und trotz der 1:8-Playoff-Bilanz gegen den HCC ist für den Keeper klar: «Ich bin absolut überzeugt, dass wir diese Serie gewinnen können.»