Naturereignis
Erdbeben in Solothurn: «Es het mega gschüttlet»

In der Nacht von Samstag auf Sonntag erschütterte ein Erdbeben die Stadt Solothurn. Gemäss dem Schweizerischen Erdbebendienst hatte es «nur» eine Stärke von 2.2 Magnitude. Trotzdem war es gut spürbar.

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Erbeben in der Stadt Solothurn. Die gemessene Stärke betrug 2.2 Magnitude.

Erbeben in der Stadt Solothurn. Die gemessene Stärke betrug 2.2 Magnitude.

Screenshot/seismo.ethz.ch/

Am Samstagabend hat es Solothurn für einige Sekunden durchgeschüttelt und bei einigen Stadtbewohnern zu einem kurzen Schreckmoment geführt. Kein Wunder gab es Reaktionen in den sozialen Medien. Eine Userin schreibt auf Twitter: «het huere gschüttlet», eine andere spricht vom Schock ihres Lebens. Auch auf dem privaten Erdbebenblog «Juskis Erdbebennews» gingen Reaktionen aus Solothurn ein. «Knall gehört - anschliessend deutliches Beben», «Erschütterung; ich wohne in einem Altstadthaus und es fühlte sich recht stark an wie z.B. bei einer Explosion» und «Grosser Knall und das ganze Haus (4-stöckig) hat gezittert. Es war, als wäre etwas in der Nähe explodiert.»

Das Erdbeben in Solothurn hat der Schweizerische Erdbebendienst aufgezeichnet. Gemäss der Fachstelle erschütterte das Erdbeben die Stadt mit einer Stärke von 2.2 Magnitude und in einer Tiefe von 1,1 Kilometer. Das Epizentrum befand sich mitten im Stadtzentrum.

Ein Erdbeben spürt man in der Regel erst ab ca. 2.5 Magnitude. Dass das Erdbeben in Solothurn dennoch von vielen wahrgenommen wurde, liegt auch an der geringen Tiefe des Erdbebens. Der Schweizerische Erdbebendienst schreibt auf seiner Website unter den allgemeinen Informationen: «Erdbeben relativ nahe an der Erdoberfläche (ungefähr in den obersten 30 Kilometern) erzeugen grosse Oberflächenwellen verglichen mit einem Erdbeben der gleichen Stärke, welches sich in grösserer Tiefe ereignet hat.»

Schäden wurden der Polizei bislang keine gemeldet, wie Kapo-Sprecherin Thalia Mosimann am Sonntagmorgen auf Anfrage der Solothurner Zeitung sagt. «Es sind aber einige Anrufe auf der Alarmzentrale eingegangen, doch wir konnten die Anrufer schnell beruhigen.»

Der Schweizerische Erdbebendienst registriert jährlich zwischen 500 und 800 Erdbeben. Die meisten davon werden nicht wahrgenommen. (fvo)